Diskussion

Neue Hoffnung für Spazierweg in Glonnau

Die Egenhofener, die ihren Pfad in die Glonnau vermissen, werden auf diese Nachricht lange gewartet haben: Es zeichnen sich nun Lösungsansätze ab.

Egenhofen– Die Egenhofener, die den Spaziergang in die Glonnau vermissen, können Hoffnung schöpfen. Nach 14 Monaten kamen in der Sitzung des Gemeinderates Lösungsansätze auf den Tisch. Zum einen berichtete Bürgermeister Josef Nefele von guten Nachrichten, was die Verbindung zwischen dem Tulpenweg und der Mühlstraße angeht: Es bestehe grundsätzliches Einverständnis einer Grundstücksbesitzerin, dass die Gemeinde dort einen Fußweg zwischen den Straßen anlegen könne.

Zum anderen werde am heutigen Mittwoch über den zentralen Punkt diskutiert: die Verbindung vom Mühlweg über die Glonn bis hin zum sogenannten „Freigraben“, einem südlichen Arm der Glonn. Der Rathauschef und sein Amtsleiter Robert Köll werden ins Wasserwirtschaftsamt nach München fahren, um mit Abteilungsleiter Stephan Kirner über die Wegführung zu reden. „Grundsätzlich sei eine Nutzung durch Fußgänger vorstellbar“, zitierte Köll den Münchner Beamten. Der Unterschweinbacher Amtsleiter hofft, dass beim Gespräch auch ein Vertreter der Grundstücksbesitzer zugegen ist, denen das Areal im Westen des alten Pfades gehört. Die Fläche östlich des Pfades ist Eigentum der Wasserbehörde, also des Freistaats.

Thomas Wieser (WGE) zeigte sich dieser Entwicklung optimistisch. Er sei sich sicher, dass sich die Besitzer „nicht sperren“ würden. Wichtig sei wohl ein verantwortliches Verhalten von Hundehaltern. Anscheinend befürchten die Wiesenbesitzer Verunreinigungen. Nefele brachte die Befahrbarkeit der Glonnbrücke ins Spiel – ein Punkt, der für das Wasserwirtschaftsamt besonders wichtig sei. Wieser sah hier kein Problem: Der Landwirt wisse am besten, wie er die Brücke nutzen könne. Wieser hofft sogar, dass schon am Mittwoch die gesamte Angelegenheit „in trockene Tücher“ gepackt werden könnte. Nefele widersprach: „Von einer Lösung sind wir noch weit entfernt.“ Martin Obermeier (BGE) hakte nach: „Im Augenblick geht es doch nur um die Brücke über die Glonn und den Weg zum Freigraben, aber noch nicht um die dort abgerissene Brücke?“ Der Rathauschef bestätigte Obermeiers Vermutung.

Mit anderen Worten: Auch wenn heute eine Einigung für die Nutzung der Glonnbrücke und die Wegführung bis zum Freigraben gefunden werden sollte, ist der Zugang in die Glonnau noch nicht gewährleistet. Denn unklar ist weiterhin, wer für den Bau und den Unterhalt einer neuen Freigraben-Brücke oder eines Stegs aufkommt: das Wasserwirtschaftsamt, das vor 15 Monaten die Brücke einfach abgerissen hatte, oder die Gemeinde, die einen alten Spazierweg wiedereröffnen will. Doch selbst bei dieser Frage scheint es Hoffnung zu geben. Köll erklärte gestern: „Wenn der Weg bis zum Freigraben geklärt ist, werden wir sicherlich versuchen, eine Lösung für die Freigrabenbrücke zu finden.“ Zusammen mit dem Wasserwirtschaftsamt und mit dem Gemeinderat. Das Gremium müsste dem Bau einer Brücke auf Gemeindekosten zustimmen.

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