Neue Wasserleitung könnte 2018 fertig sein

Egenhofen – Nun scheint es mit dem Neubau der Wasserleitung zwischen Poigern, Oberweikertshofen und Waltenhofen voran zu gehen. Die bisherige Leitung sorgt immer wieder für Ärger, die Rohre sind nicht dicht. Die Gemeinde versucht schon seit mehr als zwei Jahren, eine Trasse für die Verlegung einer neuen Leitung zu finden, scheiterte aber am Widerstand einiger Grundstücksbesitzer.

In der September-Gemeinderatssitzung hatten Martin Obermeier und Andreas Schwarz eine zügige Umsetzung des Projekts angemahnt. Ingenieur Walter Berkmann stellte daher den Stand der Dinge in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor: Seines Erachtens lässt sich am besten eine Trasse realisieren, die östlich von Poigern und nördlich von Rottenfuß entlang der Feldwege Richtung Waltenhofen führt.

Berkmanns grobe Kostenschätzung: rund 430 000 Euro für eine Länge von 1650 Metern. Allerdings müsste zuerst eine Grunddienstbarkeits-Vereinbarung mit einem Grundbesitzer getroffen werden, sowie Nutzungsvereinbarungen mit einigen Landwirten, die anliegende Flächen bewirtschaften.

Tatsächlich hat die Verwaltung schon im vergangenen Jahr Vorgespräche mit den Betroffenen geführt und ist dabei wohl auf prinzipielle Zustimmung gestoßen, wie Bürgermeister Josef Nefele berichtete. Er schränkte allerdings ein: „Der Grundbesitzer musste sich nach einem Todesfall in seiner Familie erst mit einer Erbengemeinschaft ins Benehmen setzen.“ Ob das schon geschehen sei, wisse er nicht, erklärte der Rathauschef, sagte aber zu, diese Frage abzuklären.

Berkmann skizzierte einen Projektverlauf, der eine Fertigstellung im Frühjahr 2018 vorsieht. Wichtig war dem Ingenieur dabei, die Vergabe der Bauarbeiten im Rahmen eines offenen Verfahrens im Winter 2017/2018 abzuwickeln: „Dann erzielen wir die besten Preise.“ Berkmann schätzt, dass ein Baufeld von rund zehn Metern Breite entlang der Wege benötigt wird.

„Der Bau sollte in rund zweieinhalb Monaten abgewickelt sein“, so der Ingenieur. Nefele betonte: „Die Landwirte werden entschädigt.“ Auf Obermeiers Anregung beschloss der Gemeinderat, dass die Auftragsvergabe an eine Baufirma „möglichst binnen Jahresfrist“ über die Bühne gegangen sein soll. (kra)

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