Diese Aufforderung am Bauzaun neben der Kirche wird wohl Realität, wenn auch nicht „in Kürze“. Foto: Kramer

Auf dem Areal des alten Büchlerstadls 

Neuer Dorfplatz für Unterschweinbach

Die Unterschweinbacher erhalten ihren heiß ersehnten Dorfplatz auf dem Gelände des alten Büchlerstadls. Aber es ist noch völlig unklar, wann genau gebaut wird.

Egenhofen – Vor einigen Tagen hat ein Scherzbold (oder eine Scherzboldin, wie gemunkelt wird) am Bauzaun um das Areal des früheren Büchlerstadls ein Plakat aufgehängt. Darauf steht in großen Lettern: „Hier entsteht in Kürze der Unterschweinbacher Dorfplatz“. Die Aussage war wohl als Aufforderung an Bürgermeister Josef Nefele (BGE) und seinen Gemeinderat zu verstehen. Nicht zuletzt, weil das Areal eine Zeit lang als Standort für ein neues Rathaus im Gespräch war.

Doch diese Frage ist nun geklärt. Am Montag einigte sich der Gemeinderat, das gegenüberliegende Grundstück auf der Westseite der Hauptstraße für den Rathaus-Neubau zu nutzen. Und darauf, dass der Büchlerstadl-Platz zum Dorfmittelpunkt umgestaltet werden soll. Nefele wies aber darauf hin, dass eine Teilfläche für eine Erweiterung des Friedhofs zur Verfügung gestellt werden muss.

Die Verschönerung des Platzes wird ein wichtiger Baustein der seit Jahren diskutierten Dorferneuerung sein. Welche Nutzungsmöglichkeiten sich die Unterschweinbacher wünschen, wurde schon öfter angesprochen. Uschi Hackl (BGE) erwähnte den Maibaum, Nefele einen Dorfbrunnen. Zu Weihnachten könnte dort „die lebende Krippe“ wieder eine Heimat finden, in den warmen Jahreszeiten könnten Marktstände aufgestellt werden. Konsens herrschte, dass das Kriegerdenkmal erhalten bleiben soll.

Ein mit staatlichen Mitteln gefördertes Dorferneuerungsprojekt unter Mitwirkung des Amts für ländliche Entwicklung unterliegt genauen Regeln, wie Hans Langwieder (CSU) betonte. Diese sehen zum Beispiel vor, dass Auftragsvergaben – auch an Planer – nicht möglich sind, bevor die zuständigen Behörden ihren Segen gegeben haben. Ebenfalls vorab müsse geklärt werden, so Langwieder, ob Bebauungsplanverfahren notwendig seien. Nefele versprach, sich darum zu kümmern. Der Gemeinderat wird sich demnächst von einem Landschaftsarchitekten aufklären lassen, was auf dem Areal möglich ist.

Über Zeiträume für die Planung oder gar Umsetzung des Projekts wurde noch nicht gesprochen. Auch nicht darüber, wie das bisherige Rathaus von den Ortsvereinen genutzt werden kann. Georg Strasser (CSU) meinte anderntags zum Tagblatt: „Jedenfalls war die Mehrheit sehr zufrieden mit der Standortwahl. Viele dachten, dass wir mehr darum kämpfen müssten, dass der Dorfplatz erhalten bleibt.“

Wer das Plakat angebracht hat, bleibt erst einmal ein Rätsel. „Wir waren es jedenfalls nicht“, versicherte Amtsleiter Robert Köll glaubhaft. (Horst Kramer)

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