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Der Egenhofener Ortsteil Poigern wird im Südwesten wachsen.

Gesetz verabschiedet

Poigern könnte schneller wachsen

Der Egenhofener Ortsteil Poigern wird im Südwesten wachsen. Mit Rückenwind aus Berlin könnte nun alles schneller gehen.

Egenhofen – Das Verfahren läuft schon seit dem vergangenen Herbst. Rund zwei weitere Jahre würden wohl vergehen, bis der erste Bagger anrollt. Doch jetzt könnte es deutlich schneller gehen. Der Grund: Der Bundestag hat im März ein Gesetz verabschiedet, das die „Einbeziehung von Außenbereichsflächen in das beschleunigte Verfahren“ vorsieht, wie es im Amtsdeutsch heißt.

Konkret bedeutet das, dass keine Umweltprüfung mehr durchgeführt wird, zudem muss die Gemeinde keine Ausgleichsflächen bereitstellen. Darauf wiesen Architekt und Stadtplaner Frank Reimann sowie Bauamtsleiterin Marianne Kottermair im Gemeinderat hin.

Ausgleichsflächen wären zwar vorhanden, bestätigte Kottermair gegenüber dem Tagblatt, können nun aber für andere Projekte eingesetzt werden. In Sachen Umwelt war man sowieso schon tätig: „Wir haben alle nötigen Untersuchungen wegen eventueller Emissionen aus der benachbarten ehemaligen Sandgrube durchgeführt“, sagte Bürgermeister Josef Nefele (BGE). „Es wurden keine Ausdünstungen festgestellt.“

Durch das neue Gesetz wird das Verfahren um eine ganze Prüfungsrunde abgekürzt, das heißt, das neue Viertel könnte rund drei bis sechs Monate früher fertig werden. Und nicht nur das: „Wir ersparen uns den aufgeblähten Umweltbericht und die Ausarbeitung eines neuen Flächennutzungsplans“, zählt Kottermair auf. Und damit eine Menge Geld, das sonst an externe Experten flösse. „Ein paar tausend Euro werden das schon sein“, meint sie.

Allerdings muss das Gesetz erst einmal veröffentlicht werden. „Wir wären dann möglicherweise die ersten in Deutschland, die das neue Verfahren anwenden“, sagte Kottermair.

von Horst Kramer

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