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Ein echtes Schmuckstück: die renovierte Nepomuk-Kapelle an der Glonnbrücke bei Weyhern.

Kosten von 54 000 Euro

Sanierung der Nepomuk-Kapelle vollendet

Nach knapp zwei Jahren und einigen Verzögerungen sind die Renovierungsarbeiten beendet: Die Nepomuk-Kapelle erstrahlt in neuem Glanz an ihrem neuen Platz bei Weyhern.

Weyhern Jetzt hat die unendliche Renovierungsgeschichte der kleinen Kapelle ein glückliches Ende gefunden – 20 Monate, nachdem sie am westlichen Glonnufer auf dem Gebiet der Gemeinde Pfaffenhofen an der Glonn (Landkreis Dachau) abgebaut worden war und genau ein Jahr, nachdem sie am östlichen Ufer bei Weyhern wieder aufgebaut wurde.

Der Zustand der kleinen Nepomuk-Kirche war bemitleidenswert

Der Umzug des rund 100 Jahre alten Gotteshäuschens war jahrelang zwischen den Gemeinden Egenhofen, den Landkreisen und mit den Denkmalschützern verhandelt und vorbereitet worden. Dabei ging es nicht nur um die 50 Meter lange Reise, die das Wohnhaus des Heiligen vor sich hatte, sondern vor allem um den Zustand des Gebäudes. Der war bemitleidenswert: das Holz war wurmstichig, die Farbe abgeblättert, jahrelang hatte die Kapelle als eine Art Abstellkammer gedient.

Deswegen beauftragte die Gemeinde Egenhofen eine Fachfirma aus dem Oberland mit der Restaurierung des Kirchleins: Am 8. Oktober 2015 machten sich deren Experten an die Arbeit, hievten das wackelige Holzbauwerk auf einen Lastkraftwagen und transportierten es in ihre Werkstätten bei Miesbach. „Bis Weihnachten habt ihr sie wieder“, rief der Firmenchef den Einheimischen zu, die das Spektakel beobachtet hatten. Tatsächlich mussten die Weyherner und Ebersrieder bis zum August 2016 warten, bis sie die Kapelle wieder zu sehen bekamen. Allerdings noch in einem recht farblosen Zustand. Das sollte monatelang so bleiben, denn den Denkmalschützern sagte das Farbkonzept der Miesbacher nicht zu.

Sanierung der Nepomuk-Kapelle kostet fast stolze 54 000 Euro

Vergangene Woche erfolgte schließlich die Abnahme durch die beteiligten Ämter. Bürgermeister Josef Nefele war von Gemeindeseite vor Ort und ist nun voll des Lobes. „Die Kapelle ist ein echtes Schmuckstück geworden.“ Allerdings zu einem stolzen Preis: Auf 53 792 Euro beläuft sich die Abschlussrechnung, welche die Fachfirma an die Gemeinde schickte, rund 12 000 Euro teurer als Nefele im Frühjahr 2014 geschätzt hatte. Als Kämmerer Robert Köll im Gemeinderat die Summe nannte, ging ein Raunen durch den Saal. Allerdings kommt die Kommune nur für rund 25 Prozent der Kosten auf, der Rest sind Fördermittel.

Nefele will in den nächsten Tagen an der Kapelle Blumen pflanzen sowie eine Bank aufstellen lassen. Das Gotteshaus hat auch wieder seinen angestammten Bewohner: eine Figur des Heiligen Nepomuk. Allerdings nicht das Original aus dem 19. Jahrhundert, sondern eine Kopie aus Gips. Der echte Nepomuk steht im Sitzungssaal des Rathauses.

Die Einweihung der Nepomuk-Kapelle in Weyhern

Am Sonntag, 3. September, wird die Nepomuk-Kapelle feierlich eingeweiht. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr. Um 11 Uhr begrüßt Bürgermeister Josef Nefele die Anwesenden. Danach spricht Stefan Pfannes über die Entstehungsgeschichte der Kapelle. Um 11.30 Uhr weiht Pfarrer Josef Heiß das kleine Gotteshaus.

von Horst Kramer

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