Die Visualisierung zum neuen Dorfplatz
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Zwischenstand der Dorfplatzplanung: Nach Abbruch des Büchlerstadls steht zwischen Hauptstraße und Kirche ein großer Platz zur Verfügung, der am rechten Rand zur Kirchstraße durch einen vorhandenen Stadel (lilafarben) begrenzt wird; daran nördlich anschließend ein Bau (ockerfarben) für die Vereine für Veranstaltungen auf dem Dorfplatz. Der Friedhof soll vergrößert und seine Grenze begradigt werden. Der Maibaum könnte künftig am Rand des Dorfplatzes stehen. Rechts unten ist das Kriegerdenkmal mit Bushaltestelle zu sehen. Verlegt werden sollte der kleine Wertstoffhof, derzeit noch direkt am Kriegerdenkmal. Links vorne: der künftige Standort des neuen Rathauses. Die grünen Kreise mit dem roten Rand stellen Bäume dar.

In Unterschweinbach

Neuer Dorfplatz: Diskussion über Maibaum und Brunnen

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Die Pläne für den neuen Dorfplatz in Unterschweinbach wurden nun den Bürgern im Rahmen einer Infoveranstaltung präsentiert. Hauptdiskussionspunkte waren der Standort des Maibaums, des Brunnens sowie das Kriegerdenkmal.

  • Pläne für neuen Dorfplatz werden Bürgern vorgestellt.
  • Diskussionsbedarf bei Maibaum, Dorfbrunnen und Kriegerdenkmal.
  • Hoffnung auf baldigen Baubeginn zunichte gemacht.

Unterschweinbach – Weitgehend zufrieden sind die Unterschweinbacher mit den Planungen für den neuen Dorfplatz auf dem Gelände des alten Büchlerstadels. Das zeigte die Veranstaltung in der Aufkirchner Mehrzweckhalle, zu der rund 25 Interessierte gekommen waren.

Ein Knackpunkt ist der Maibaum. Dieser müsste recht nah an den Rand rutschen, wenn er denn vom Dorfplatz aus aufgestellt werden soll. Planer Max-Joseph Kronenbitter begründete dies mit Länge des Unterschweinbacher Baums: Mit 35 Metern ist er einer der größten im Landkreis. Ein Teilnehmer schlug vor, den Maibaum aus nordwestlicher Richtung aufzurichten: „Dann könnte er etwas zentraler auf dem Dorfplatz stehen, und man könnte den Platz besser für die Bewirtung herrichten.“

Etwas schwieriger könnte sich eine Idee von Vizebürgermeister Thomas Mösl gestalten. Er möchte den Baum auf der anderen Straßenseite beim geplanten Rathausneubau aufstellen. Ein Vorschlag, den auch der Vorsitzende des Burschenvereins, Christoph Wilhelm, „gar nicht schlecht“ fand. Planerin Katrin Kronenbitter verwies jedoch auf den Überflutungsbereich des Schweinbachs. Es gelte zu prüfen, ob der Baum dort überhaupt stehen kann.

Ebenfalls ziemlich am Rand steht der geplante Brunnen – dem Gedanken folgend, dass auf dem Dorfplatz auch mal ein Zelt für Feierlichkeiten aufgestellt werden soll. Einigen Bürgern wirkte der Platz dadurch aber zu leer. Mit 640 Quadratmetern fällt die Platzfläche laut Kronenbitter durchaus üppig aus. Ein Bürger konnte sich aber vorstellen, den Brunnen trotzdem zentraler zu errichten. „Ein Zelt könnte man dann auch drüber bauen.“

Der auch von Bürgermeister Martin Obermeier begrüßte Zugang zum Schweinbach muss laut Kronenbitter ebenso noch geprüft und eventuell sogar in einem eigenen Verfahren durchgesetzt werden. „Wenn nämlich eine wasserrechtliche Erlaubnis nötig ist, dann kann das schon mal dauern.“

Neue Impulse brachten die Bürger auch für die Gestaltung der Abgrenzung zur geplanten Erweiterung des benachbarten, etwas höher liegenden Friedhofs. Eine Stützmauer ist laut Kronenbitter „eine sehr brutale Lösung“. Er schlug deshalb eine Böschung vor, die man bepflanzen und dadurch die dann noch verbleibende Mauer, die als Absturzsicherung dient, verbergen könnte. Ein Bürger regte an, statt einer Mauer ein Geländer zu errichten. Ebenfalls positiv nahm der Planer den Vorschlag von Wilhelm auf, die Böschung mit einer etwas höheren Steinreihe am Fuß einzufassen. Diese könnte dann auch gleich noch als zusätzliche Sitzreihe dienen.

Umstritten war, ob das Kriegerdenkmal, das derzeit durch eine Mauer vom Dorfplatz abgegrenzt wird, besser in den Platz integriert werden soll. Ein Bürger schlug vor, es dazu um 180 Grad zu drehen. Veteranenvorstand Josef Schwegler wollte das Denkmal aber in der jetzigen Ausrichtung lassen. Ein Kompromiss könnte sein, die Mauer hinter dem Denkmal niedriger zu machen und so die Durchsicht zu verbessern.

Die Vorschläge werden nun in die Planung eingearbeitet. Laut Obermeier könnte das Vorhaben im Rahmen einer einfachen Dorferneuerung nach derzeitigem Stand mit 65 Prozent Zuschüssen vom Amt für ländliche Entwicklung realisiert werden. Der Gemeinderat werde sich voraussichtlich im November damit befassen. Die Hoffnung auf einen baldigen Baubeginn machte Kronenbitter aber zunichte. „Das nächstes Jahr schon die Bagger rollen, das werden wir wohl nicht schaffen.“

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