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Die Solarfirma Reisinger aus Unterschweinbach hat vorläufige Insolvenz angemeldet.

Mit Änderung im Energiegesetz begannen die Probleme

Solarfirma Reisinger meldet Insolvenz an

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Unterschweinbach - Es war eine Erfolgsgeschichte made im Landkreis FFB: Der Aufstieg der Solarfirma Reisinger. Nun musste das Familienunternehmen vorläufige Insolvenz anmelden. Bitter – nicht nur für Inhaber und Mitarbeiter.

Vergangenen Donnerstag wird Bernd Reisinger wohl nicht so schnell vergessen. „An diesem Tag habe ich vorläufige Insolvenz angemeldet“, bestätigt der Geschäftsführer des Familienunternehmens, dessen Geschichte bis in die 1970er-Jahre zurückreicht. Aber er ist sich sicher: „Wir werden die Firma retten.“ Momentan suche er einen Investor für das Geschäft, dessen Sitz in Unterschweinbach ist. Bereits vier Interessenten hätten sich gemeldet, so Reisinger zuversichtlich. 

Rund 70 Mitarbeiter beschäftigen seine Ehefrau und er momentan. Deshalb ist es dem Meister für Elektrotechnik so wichtig, dass der Betrieb vorerst normal weiterläuft. Mit den aktuellen Auftraggebern diverser Baustellen stehe er in Verhandlungen, so Reisinger. Es zeichne sich ab, dass viele weiterhin mit seiner Firma zusammenarbeiten wollen. Um ihr Geld müssen sich die Angestellten momentan keine Sorgen machen. „Die Löhne wurden bisher bezahlt“, sagt der Chef. Auch die Gehälter für die kommenden drei Monate seien gesichert.

In die Bredouille gebracht hatte die Firma, die sich auf Planung, Verkauf und Installation von Photovoltaikanlagen spezialisiert hatte, an erster Stelle die Solarkrise vor einigen Jahren. Weil das Geschäft nicht mehr so gut lief, wollte der Inhaber umsatteln. Er setzte auf Heizungen, Lüftungen, Sanitäranlagen und Elektrotechnik. „Doch wir waren darin noch nicht gut genug“, sagt Reisinger heute. Alleine eine Großbaustelle in München mit 91 Wohnungen hat der Firma einen Verlust von 700 000 Euro beschert. „Es war ein Desaster“, sagt der Geschäftsführer rückblickend.

Bernd Reisinger hat vorläufige Insolvenz angemeldet.

Getroffen von dieser Neuigkeit zeigt sich Egenhofens Bürgermeister Josef Nefele. „Mindestens zehn Bürger aus der Gemeinde arbeiten in dem innovativen Unternehmen. Außerdem ist es natürlich ein Aushängeschild für uns alle. Es wäre sehr schade, wenn der Betrieb schließen müsste.“ Und mal ganz abgesehen vom Menschlichen: Natürlich zahlt das mittelständische Unternehmen auch eine nicht unerhebliche Summe an Gewerbesteuer an die Gemeinde, die am Ende fehlen würde.

Mit einer vorläufigen Insolvenz der Firma Reisinger hätte auch Johann Stürzer, Gewerbereferent des Landkreises, nicht gerechnet. „Es ist eigentlich ein sehr innovatives Unternehmen mit einem guten Ruf“, sagt er und schüttelt den Kopf. Für den Landkreis sei dies ein alarmierendes Signal. „Oft liegt es nicht an persönlichen Fehlern der Unternehmer. Sondern daran, dass die Auftraggeber erst sehr spät, nur teilweise oder am Ende gar nicht zahlen“, so der Geiselbullacher.

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