Wegen 179 Euro: Polizist von „Reichsbürger“ schwer verletzt

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Egenhofen

Telekom schließt Weiler an

Egenhofen – Nun ist klar, wer die bis dato unterversorgten Ortsteile Egenhofens mit Glasfasern verkabeln darf: die Telekom. Sie hat laut der Beratungsfirma der Gemeinde zwar nur das drittbeste technische Konzept bei einer Ausschreibung vorgelegt – ist aber am billigsten.

Drei Firmen beteiligten sich an dem Verfahren, das einen Ausbau von 30 bis 50 Megabit pro Sekunde im Download vorsieht. Die Gewerbegebiete in Unterschweinbach, Oberweikertshofen und Rottenfuß dürfen sich auf 100 Megabit freuen.

Eine Firma aus Ostbayern hatte am besten abgeschnitten, weil sie Glasfaserdirektanschlüsse bis in jedes Haus vorsah. Die Telekom sowie ein weiterer Anbieter hatten indes eine Mischung aus Glasfaser- und Kupferleitungen vorgeschlagen. „Wobei bei der Telekom der kostengünstigere FTTC-Anteil deutlich überwiegt“, betonte der Fachmann. FTTC steht für „Fiber-to-the-Curb“ und bedeutet, dass die Glasfaser im Verteilerkasten am Bürgersteig endet. Der Fachmann empfahl die Telekom-Lösung, weil sie kurzfristig die preisgünstigste ist.

Die Kosten des Projektes liegen bei rund 937 000 Euro. Der Freistaat übernimmt davon 80 Prozent. Bei den Ostbayern hätte die Kommune einen siebenstelligen Betrag in die Hand nehmen müssen, da der Förderhöchstbetrag auf 820 000 Euro begrenzt ist.

Das Ortsparlament beschloss einstimmig, die Telekom zu beauftragen. Bürgermeister Josef Nefele lobte das Engagement der Kommune in Sachen schnelles Internet: „Es gibt wenig Gemeinden, die so viel Geld für so wenig Einwohner in die Hand genommen hat.“ Martin Obermeier (BGE) fragte, ob man bei den Straßenbauarbeiten in Wenigmünchen gleich Glasfaser-Leerrohre verlegen könne. Nefele dazu: „In Wenigmünchen ist in drei Wochen alles asphaltiert.“ Bis dahin habe die Kommune aber noch keinen Förderbescheid. Bauamtsleiterin Marianne Kottermair sagte, dass die Umsetzung des Projektes vermutlich zweieinhalb Jahre dauert: „Die Regierung braucht rund acht Monate für den Genehmigungsbescheid. Vom Baubeginn bis zum Abschluss werden nochmals 24 Monate ins Land gehen.“ (kra)

Die Ortsteile

im neuen Breitbandförderverfahren sind: Waltenhofen, Oberweikertshofen, Furthmühle, Weyhern, Spielberg, Eurastetten, Dürabuch, Unterschweinbach (Rest), Geisenhofen, Holzmühl, Rammertshofen, Waltershofen, Dirlesried, Karlshof, Osterholzen, Poigern und Rottenfuß.

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