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Vom Büchlerstadl sind nur noch Trümmer übrig. Einst war in dem Gebäude, das vermutlich 1910 erbaut wurde, das Rathaus der damals noch selbstständigen Gemeinde Unterschweinbach untergebracht.

Gebäude wurde abgerissen

Der Büchlerstadl ist Geschichte

Seit zwei Wochen ist der altehrwürdige Büchlerstadl im Ortszentrum Unterschweinbachs Geschichte. Ein Abrissunternehmen brachte den quasi-historischen Bau zum Einsturz.

Unterschweinbach Seitdem ruhen die Trümmer auf dem Gelände. Mehr oder weniger abgesichert durch einen Bauzaun. Als der Tagblatt-Reporter am vergangenen Sonntag den Stand der Dinge dokumentierte, wurde er von einem älteren Ehepaar angesprochen. „Wie lange soll das Graffl hier noch rumliegen?“ Eine Frage, die unsere Heimatzeitung an Bürgermeister Josef Nefele weiterreichte. Der erklärte, dass sich der Abtransport der Stadl-Überreste aufgrund der Witterung und mutmaßlicher Personalengpässe bei der Firma verschoben hätte, versprach dann aber: „Am Mittwoch werden die Holz- und Stahlteile abtransportiert.“

Das Material wird auf das Gelände des Unternehmens im Nachbarlandkreis Dachau gekarrt, dort zerkleinert und als Verfüllmaterial für die künftigen Parkplätze neben dem Oberweikertshofener Sportgelände verwendet. „Einer der Gründe, warum wir die Kosten für die Kfz-Abstellflächen niedrig halten konnten“, so Nefele.

Die Räumung des Steinschutts werde zeitnah folgen. Bis wann das gesamte Gelände „besenrein“ ist, ist allerdings noch offen. Amtsleiter Robert Köll erklärte gestern: „Die Bodenplatte des Gebäudes darf nur ein Spezialunternehmen nach Rücksprache mit dem Landesamt für Denkmalschutz entfernen.“ Dazu seien weitere Untersuchungen notwendig. „Es könnte ja sein, dass dort noch alte Fundamente oder Grabstätten aus der Vorzeit verborgen sind, die einen besonderen historischen Wert haben“, erläuterte Köll.

von Horst Kramer

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