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Beispielfoto einer Kläranlage.

Vertrag mit Nachbargemeinde ausgelaufen

Wer will Weyherns Abwasser?

 Seit gut 30 Jahren wird das Abwasser der Weyherner von der Kläranlage der Nachbargemeinde Pfaffenhofen an der Glonn (Kreis Dachau) verarbeitet. 

Egenhofen –Früher waren es vermutlich größere Mengen als heute, denn die Schlosswirtschaft mit ihrem Biergarten war noch voll in Betrieb. Der Vertrag, der die Pfaffenhofener Zuständigkeit regelt, ist allerdings schon vor fünf Jahren abgelaufen. Mehr noch: Die Pfaffenhofener haben diesen Vertrag auch noch gekündigt, weil sie für den Unterhalt der Leitungen auf Egenhofener Grund nicht aufkommen wollen – zumal deren Renovierungsbedürftigkeit abzusehen ist.

Allerdings hat der dortige Bürgermeister Helmut Zech angedeutet, sich weiter um das Weyherner Schmutzwasser kümmern zu wollen – aber unter anderen Bedingungen. Der Egenhofener Gemeinderat diskutierte daher nun die Alternativen. Und die wären sehr teuer. So könnte eine Abwasserleitung von Weyhern nach Egenhofen verlegt werden. Eine Investition, die in den siebenstelligen Bereich ragen könnte, wie Amtsleiter Robert Köll schätzt. Einer der Gründe für die hohen Kosten: Das Schmutzwasser muss bergauf gepumpt werden.

Die zweite Alternative wäre eine eigene Kläranlage für Weyhern – das käme Egenhofen noch teurer und wäre für die wenigen Einwohner Weyherns wohl überdimensioniert, wie die Kommunalpolitiker schnell erkannten.

„Eigentlich bleibt uns nur Pfaffenhofen“, räumt Köll im Gespräch mit dem Tagblatt ein. Allerdings muss dazu die Gemeinde (oder der Abwasserzweckverband Schweinbach-Glonngruppe per Pacht, wie Gemeinderat Martin Obermeier vorschlug) die Verantwortlichkeit für die Weyherner Leitungen übernehmen – ein aufwendiger Prozess, der auch einige Kosten verursacht. Nichtsdestotrotz hatte Egenhofens Amtsleiter Köll schon einen Vertragsentwurf für die beiden Kommunen vorbereitet und dem Gemeinderat vorgelegt.

Ein Punkt blieb freilich offen: der Preis, den Egenhofen an seine Nachbarn zahlen muss. Das Ortsparlament beauftragte Bürgermeister Josef Nefele, mit seinem Pfaffenhofener Kollegen Zech in Verhandlungen einzutreten. (kra)

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