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Der Bomber der Nation in Aufkirchen: Der legendäre Bayern-Stürmer Gerd Müller (stehend, 5. v. r.) bei der Einweihung des FSV-Sportgeländes am 22. Mai 1977.

40 Jahre

Wie Gerd Müller den FSV-Platz einweihte

Der FSV Aufkirchen hat sein 40-jähriges Bestehen in der Mehrzweckhalle gefeiert. „Wir können mit Stolz auf vier erfolgreiche Jahrzehnte zurückblicken“, sagte FSV-Präsident Georg Sigl. Heute zählt der Dorfverein mehr als 600 Mitglieder und sechs Abteilungen, darunter Fußball, Gymnastik, Jiu-Jitsu oder Tennis.

Aufkirchen – „Der kleine Verein mit dem großen Herz“, so lautet der liebevolle Slogan auf der Homepage des FSV Aufkirchen. Viele haben dazu beigetragen, dass der FSV in sportlicher, sozialer und gesellschaftlicher Hinsicht einen festen Platz in der Dorfgemeinde hat. Präsident Georg Sigl hofft, dass der Verein seine sportliche und soziale Aufgabe in der Dorfgemeinschaft auch in Zukunft wahrnehmen kann.

Neben den vielen sportlichen Aktivitäten zählen seit jeher Feste und Feiern zu den Höhepunkten des Sportvereins, wie das Sauessen (bis 1991), Rosenmontagsbälle (bis 2011), Schafkopfmeisterschaften, Spiel ohne Grenzen mit den Aufkirchener Ortsvereinen, Vereinsausflüge oder das Countryfest, das erstmals 2011 zum 20-jährigen Bestehen der Tennisabteilung veranstaltet wurde.

Teresa Wendler, am Wochenende im A-Klassenderby der Frauenelf gegen Unterpfaffenhofen noch zwischen den Pfosten, ließ 40 Jahre FSV Revue passieren. Kein Geringerer als der „Bomber der Nation“, Gerd Müller, kam zur Einweihung des Sportgeländes im Mai 1977, nachdem der Verein von 45 Gründungsmitgliedern erst sieben Monate zuvor, im November 1976, aus der Taufe gehoben wurde.

In rasantem Tempo ging es weiter. Schon 1978 fand in der neuen Mehrzweckhalle die erste Mitgliederversammlung statt. Hier planten die FSVler eine Fluchtlichtanlage und gründeten eine Abteilung nach der anderen. Hannes Kiser, der im Februar 1986 am bekannten Holmenkollen-Ski-Marathonlauf als 56. von mehr als 4000 Teilnehmern das Ziel erreichte, machte den FSV bekannt. Und mit Irmgard Böck hat der Verein auch eine Deutsche Meisterin. Im September 1989 erlangte Böck im Rollski-Berglauf den Titel.

1993 standen die Bauarbeiten für die Vereinsunterkunft am Sportplatz an. 60 Mitglieder leisteten 1400 freiwillige Arbeitsstunden. Bereits im August fand die Einweihung des neuen FSV-Heims statt. Im März 2017 wurde vom Landratsamt der Plan für neue Umkleiden und Duschen genehmigt, womit eine zehnjährige Leidenszeit zu Ende ging.

„Als Mitglied des Vereins darf ich miterleben, mit welchem Elan und Herzblut der Verein in die Zukunft geführt wird“, sagte der zweite Bürgermeister Thomas Mösl, „und das angesichts einer sich immer weiter digitalisierenden Gesellschaft, wo es gar nicht so einfach ist, traditionelle Werte zu fördern und die Gemeinsamkeit zu bewahren.“ Es sei bemerkenswert, wie dieser Spagat in Aufkirchen gelinge. In Namen der Gemeinde sagte er dem Verein jegliche Unterstützung zu, etwa beim anstehenden Neubau am Sportplatz. (dm)

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