Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

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Furthmühlen-Chef Albert Aumüller erklärt kleinen und großen Besuchern die Funktionsweise der historischen Mühle.

Furthmühle

Zu Besuch im historischen Technik-Kleinod

Der Mühlentag in der Furthmühle ist jedes Jahr ein Großereignis für die gesamte Region: Neben Brucker, Dachauer und Friedberger Kfz-Kennzeichen waren heuer Familien aus Augsburg, München, Starnberg, Landsberg und sogar bis aus Freising in das historische Technik-Kleinod im Landkreis-Norden an der Glonn gekommen.

Egenhofen –  Dort wird heuer das 193. Bestehen mit einem runden Programm gefeiert, das an Pfingsten mit einem Gottesdienst der Maisacher Pfarrerin Kerstin Greifenstein eingeleitet wurde.

Klar, dass die Mühlenführungen durch Mühlenchef Albert Aumüller und seinen Kollegen, darunter der 86-jährige Kottgeiseringer Erich Wittmann, einen besonderen Höhepunkt darstellten. Schon bis zu den Mittagsstunden hatten mehr als 300 Interessierte daran teilgenommen. Klaus Reindl, der Vize-Vorsitzende des Fördervereins, schätzt, dass insgesamt 650 Erwachsene und Kinder an den Führungen teilgenommen haben.

Im Café Mahlgang kamen derweil künstlerisch interessierte Besucher auf ihre Kosten. Die Mammendorfer Künstlergruppe um Sabine Kinder, Waltraud Kosak, Klaus Kühnlein, Margot Vogl und Hanne Wölfle präsentierten „Theresias Torten“. Das sind 34 Pastellgemälde, die von den legendären Tortenkunstwerken Theresia Aumüllers inspiriert wurden. Im ersten Stock der Mühle ist zudem zurzeit eine Ausstellung der Naturfotografin Marie-Thèrés Ritz-Burgstaller zu sehen. Passend dazu: Die Führungen der lokalen Förster durch den nahen Glonnwald. Deren spannendes Thema ist die Umgestaltung des Forsts in der Folge des Klimawandels.

Am Nachmittag sorgte der Chef des Oberbayerischen Volksmusikarchivs, Ernst Schusser, für Stimmung im Stadl mit einer gemeinschaftlichen Singstunde. Bis der Regen einsetzte, waren Biergarten und Stände mit kunsthandwerklichen Produkten aus der Region bestens besucht. Der Förderverein Bairische Sprache und Dialekte sorgte mit seinem Fragebogen „Woaßt as?“ für Verwunderung mit Begriffen wie „Koppràddà“ (Kaplan) oder Ausdrücken wie „Mei, gfeit is“ (Es ist aussichtslos).

Besonders spektakulär: Die Vorführungen traditioneller Schreinertechniken des Schreiners Johannes Aumüller aus dem nahen Poigern sowie die des berühmten Schmieds von Olching, Helmut Brunner, der Kindern den Umgang mit Hammer und Amboss beibrachte. Zum Beispiel dem sechsjährigen Emil, ebenfalls ein Olchinger, der nach seinem ersten gehämmerten Nagel befand: „Supercool!“ (kra)

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