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Bürgermeister Peter Münster.

Eichenau bekommt  Wirtschaftsförderer

Eichenau - Bisher hat sich in Eichenau der Bürgermeister um Wirtschaftsförderung gekümmert. Nun soll dafür eine extra Stelle geschaffen werden. Doch die Skepsis im Gemeinderat ist groß.

Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind durch den Wegzug von Aldi deutlich zurückgegangen. Hinsichtlich der Ansiedlung neuen Gewerbes blickt man bei der Gemeinde Eichenau mit Sorge auf die starke Konkurrenz aus den Nachbarkommunen der Landkreise Bruck und München. Bürgermeister Peter Münster (FDP) hat daher gefordert, im Rathaus eine eigene Stelle für Wirtschaftsförderung zu schaffen. Mit 12:11 Stimmen ist die Entscheidung im Gemeinderat dafür denkbar knapp gefallen.

Münster verwies in der Diskussion darauf, dass Fürstenfeldbruck, Gröbenzell, Olching und Puchheim mit eigenen Bereichen in der Wirtschaftsförderung arbeiten. Der Wirtschaftsförderer in Eichenau soll sich vor allem um die Pflege des bestehenden Gewerbes und Kontakte für Neuansiedlungen kümmern. Münster will aufs Tempo drücken. „Im Frühjahr sollte die Stelle besetzt sein.“ Die ist auf zwei Jahre ausgeschrieben.

Dirk Flechsig (CSU), selbst Unternehmer im Bereich der IT-Beratung, kritisierte diese Stellenplanung. Insbesondere Fürstenfeldbruck und Olching würden weit größere Flächen aufweisen und damit bessere Chancen haben. „Wenn sich in Eichenau jemand vergrößern will, kann ihm auch kein Wirtschaftsförderer Flächen anbieten“, argumentierte Flechsig.

„Eichenau kann da nicht mithalten“

Ähnlich äußerte sich Alt-Bürgermeister Sebastian Niedermeier (FW). Seiner Ansicht nach würden sich Vergleiche mit dem Münchner Umfeld verbieten: „Orte wie Eching oder Ismaning spielen in einer weit höheren Liga.“ Eichenau als flächenmäßig kleine Gemeinde im Landkreis könne da nicht mithalten. Flechsig wie Niedermeier bezeichneten die Stelle als „zu hoch angesetzt“.

Dem widersprach Ulrich Bode (FDP). Man tue sich im Landkreis Bruck sowieso schwer mit Wirtschaftsförderung. Die Schaffung einer solchen Stelle sah Bode als gute Einstiegsmöglichkeit für Eichenau. „Wenn er oder sie nur einen halbwegs vernünftigen Gewerbesteuerzahler anzieht, hat er sich bereits rentiert.“

Bei einem Jahresgehalt von 40 000 Euro bezweifelte Michael Wölfl zwar, dass sich viele Kandidaten bewerben. Dennoch sprach er sich ebenso wie Christine Ganzhorn (Grüne) für die Stelle aus. Ein paar Hinweisschilder auf Betriebe aufzustellen reiche nicht aus, sagte sie. Bernd Heilmeier sprach sich dafür aus, das Einzelhandelskonzept in den Aufgabenbereich einzubeziehen.

Hans Kürzl

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