Mit Namen beschriftete Hände kleben an einer Scheibe, im Hintergrund spielen Kinder
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Heiß begehrt sind Betreuungsplätze: Nicht alle Mädchen und Buben kommen in den Kindertagesstätten unter.

Eichenau

20 zusätzliche Kita-Plätze in einer Waldgruppe

  • vonHans Kürzl
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Der Bedarf an Betreuung in Kindertagesstätten steigt. Die Gemeinde wird eine zusätzliche Gruppe mit 20 Plätzen in Form einer Waldgruppe mit drei Integrationsplätzen einrichten, die an den Sterntaler-Kindergarten angegliedert sein wird. 

Eichenau – Dazu sollen zwei Fach- und eine Ergänzungskraft angestellt werden. Der Gemeinderat beschloss dies einstimmig.

Der Sterngarten-Kindergarten hat bereits seit vier Jahren ein ähnliches Angebot, das bei Eltern sehr beliebt ist. Jeden Freitag findet für maximal zwölf Kinder ein Waldtag statt. Nun eine eigene Waldgruppe anzugliedern, hat den Vorteil, dass sie für die Einrichtung organisatorisch einfach zu bewältigen ist. Außerdem ist der Platzbedarf geringer als bei einem eigenen Waldkindergarten. So wäre etwa ein Bauwagen ausreichend, um die Kinder bei Schlechtwetterphasen kurzzeitig unterzubringen. Die Kosten liegen je nach Ausstattung zwischen 40 000 und 70 000 Euro. Ein reiner Waldkindergarten hätte dagegen einen weit höheren Platzbedarf, auch müssten die Öffnungszeiten anders gestaltet werden. Diese würden sich unter anderem an den Sonnenstunden orientieren.

Das scheint für berufstätige Eltern insbesondere in den Wintermonaten wenig praktikabel, hieß es von der Verwaltung. Die Idee, eine Waldgruppe zu schaffen, sei sehr gut, so Angela Heilmeier (FW), Referentin für Familien und Kinderbetreuung. Rike Schiele (Grüne) betonte die Bedeutung von Integrationsplätzen: „Da haben wir als Gemeinde Nachholbedarf.“ Die dritte Bürgermeisterin befand zusätzlich, dass sogar zwei Waldgruppen realistisch seien. Eine Idee, der sich die Fraktionsvorsitzenden Martin Eberl (SPD) und Celine Lauer (CSU) anschlossen. „Dadurch könnte man im Sterntaler-Kindergarten vielleicht sogar Platz für eine Krippengruppe schaffen“, erklärte Lauer. Schulreferentin Hannelore Münster (FDP) verwies auf die Diskussionen um die freien Plätze in Kindertagesstätten: „Wir brauchen eine nachhaltige Lösung, die auch mal für eine längere Zeit Gültigkeit hat.“

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