Führungswechsel 

24-Jährige wird CSU-Fraktionschefin

 Mit der Gemeinderatssitzung am 23. Mai wird es in der CSU-Fraktion einschneidende Veränderungen geben. Jutta Huber wird als Gemeinderätin für Dirk Flechsig nachrücken und Celine Lauer den Fraktionsvorsitz übernehmen. 

EichenauFlechsig, seit 1996 im Gemeinderat und seit 2002 CSU-Sprecher, scheidet auf eigenen Wunsch aus. Angedeutet hatte sich dies bereits am Wahlabend des 3. Juli 2016, nachdem Flechsig die Bürgermeister-Stichwahl gegen Peter Münster (FDP) verloren hatte. Flechsig hatte damals enttäuscht gewirkt, war aber gefasst: „Die CSU wird sich neu sortieren müssen“, sagte er damals. Nun konzentriert er sich auf seine EDV-Firma und sein Vorstandsamt in der örtlichen Nachbarschaftshilfe.

Die Eichenauer CSU folgt Flechsigs Empfehlung. Sie sortiert sich neu. Jüngst wurde der 39-jährige selbstständige Handwerksmeister Michael Wölfl als Nachfolger von Peter Zeiler zum neuen Ortsvorsitzenden gewählt. Beide werden künftig als stellvertretende Fraktionssprecher fungieren.

Die neue Vorsitzende Lauer ist seit drei Jahren im Gemeinderat und Nachfolgerin der langjährigen Kulturreferentin Marille Musolff. Die 24-Jährige tritt damit in ihrer noch jungen kommunalpolitischen Laufbahn bereits zum zweiten Mal in große Fußstapfen.

Denn Flechsig und Musolff waren nicht nur zwei politsche Schwergewichte innerhalb der CSU, sondern für die Gemeinde insgesamt. Für Lauer ist das kein Problem, sondern vielmehr ein Ansporn: „Deren Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen. Also ist es viel wichtiger, neue Fußspuren zu setzen.“ Die Übernahme des Fraktionsvorsitzes falle ihr leichter, als die Zeit, als sie sich nach der Kommunalwahl 2014 in die Themen und Organisationsstrukturen der Gemeinde einarbeiten musste. Innerhalb der Partei strebe man an, ein gutes Verhältnis zwischen Jung und Alt zu festigen. Dies könne man schon im Hinblick auf die Kommunalwahlen 2020 sehen. „Spekulationen über Namen oder Neuaufstellungen sind da aber noch zu früh“, sagte Lauer.

Ihre neue Kollegin Jutta Huber weiß, wie es ist, in ein Gremium nachzurücken. Im Dezember 2004 folgte sie Volker Hasselfeldt nach. An die Erfahrung will sie anknüpfen. „Ich bin stets politisch interessiert gewesen und möchte mich in meiner Gemeinde engagieren“, sagt Huber.

Sie ist nach Oswald Hihn, der im Oktober 2015 auf Andreas Capallo folgte, die zweite CSU-Nachrückerin in der laufenden Legislaturperiode. Insgesamt weist der Eichenauer Gemeinderat Beständigkeit auf. Nur bei den Grünen hatte es nach der Kommunalwahl einen Wechsel gegeben: Marion Behr für Reinhard Bär.

Claus Guttenthaler verließ Anfang 2016 aus Protest gegen Seehofers Asylpolitik die CSU-Fraktion und schloss sich den Freien Wählern an, die ansonsten unverändert geblieben sind. Ohne jeden Wechsel ist die SPD geblieben. Bei der FDP rückte Ulrich Bode nach, nachdem Peter Münster im Juli 2016 zum Bürgermeister gewählt worden war. (hk)

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