Übergabe vor dem Rathaus: Günther Kosler mit Bürgermeister Peter Münster. Foto: hk

Nahverkehr

500 Eichenauer protestieren gegen geplanten Bus

  • vonHans Kürzl
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Fast 500 Eichenauer haben eine Petition gegen die Buslinie 862 unterschrieben, die durch die Allinger Straße führen soll. Die Bürger-Initiative schlägt auch eine alternative Route vor: über die Hauptstraße. Im Herbst soll es eine Info-Veranstaltung geben.

EichenauAm Freitagmittag hat die Bürger-Initiative ihre knapp 500 Unterschriften übergeben. Nachdem das Einwohnermeldeamt diese kontrolliert hat, wird sich der Gemeinderat mit der Sache befassen. „Wohl schon im September“, wie Bürgermeister Peter Münster den 20 Demonstranten vor dem Rathaus erklärte. Für ein Bürgerbegehren bräuchte es rund 950 Unterschriften, dann könnte innerhalb eines halben Jahres ein Bürgerentscheid folgen.

Bereits im Vorfeld hatte Günther Kosler, der Sprecher der Initiative, deutlich gemacht: „Die Eichenauer nehmen es nicht mehr hin, jahrelangen politischen Schlaf und Fehler in der Verkehrspolitik auf ihre Schultern laden zu lassen.“ Kosler bezeichnete es als „Schnapsidee“, die Linie von halb sechs Uhr morgens bis nach Mitternacht durch die Allinger Straße fahren zu lassen. Laut Kosler kommen etwa 112 Busse zusammen. Dadurch würden Parkplätze wegfallen, Radfahrer und Kinder auf dem Schulweg gefährdet. Dem entgegnete Rathauschef Münster, dass der Gemeinderat sich noch mit Taktung und Länge der Busse befassen werde.

Störungen der S4 abfedern

Kosler und die weiteren Unterstützer setzen auf eine Alternative: Der Bus soll durch die Haupt- und Schillerstraße fahren. „Sie liegt zentraler. Davon profitieren wesentlich mehr Bürger.“ Kosler spielt auf eine Argumentation an, die auch von Gemeinde und Landratsamt getragen wird. Demnach soll die Linie 862 zum einen eventuelle Störungen der S 4 abfedern. Zum anderen schafft die Buslinie eine Verbindung zu weiterführenden Schulen in Fürstenfeldbruck und Puchheim. Die Route über die Hauptstraße könnte auch für den Einzelhandel interessant sein, heißt es.

Eine Informationsveranstaltung soll im Herbst nachgeholt werden – wenn es die Coronaregeln zulassen in der Schulturnhalle an der Parkstraße. Eine Videokonferenz, wie von Bürgermeister Münster ins Gespräch gebracht, ist für Kosler „keine gute Lösung“.

Die Diskussion um die Buslinie 862 entstand im Januar 2019, nachdem im Gemeinderat durch den ÖPNV-Experten Hermann Seifert ein neues Buskonzept vorgestellt worden war. Das muss bis zum 11. Dezember greifen. Denn da laufen die aktuellen Verkehrsverträge aus. Danach soll die Linie 860 Germering mit Olching verbinden, der 861er nur innerorts verkehren und der 862er die S-Bahn entlasten.

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