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Der blaue VW des 20-jährigen Eichenauers ging im Starzelbach baden. Die Einsatzkräfte hatten Mühe, den Wagen wieder aus dem Wasser zu fischen.

Eichenauer täuscht Autodiebstahl vor

Alkoholfahrt endet im Starzelbach

Eichenau - Ein Großeinsatz spielte sich am Freitag in der Roggensteiner Allee ab. Ein Auto war im Bach gelandet, der Fahrer versuchte die Polizei komplett zum Narren zu halten.

Gegen 23 Uhr riefen Anwohner bei der Polizei an und meldeten, dass ein Auto in den Starzelbach gefahren sei. Als eine Streife der Olchinger Polizei als erstes am Unfallort eintraf, stürzte sich einer der Beamten sofort ins Wasser, um Personen aus dem Wagen zu retten. Doch in dem VW saß niemand mehr. Die Polizei befürchtete, dass die Insassen vom Wasser mitgerissen oder vielleicht sogar bereits ertrunken waren. Also wurde sie umgehend ein Großaufgebot von Feuerwehr, weiterer Polizei und Wasserrettung alarmiert.

Kurze Zeit später ging ein weiterer Notruf bei der Polizei ein. Ein 20-jähriger Eichenauer berichtete, dass ihm sein Auto gestohlen worden war. Schnell konnte festgestellt werden, dass es sich bei dem Fahrzeug im Starzelbach um das Fahrzeug des Anrufers handelte. Der junge Mann eilte daraufhin sofort zur Unfallstelle und beklagte mit Entsetzen den Verlust seines Fahrzeugs.

Mit seiner filmreifen Vorstellung konnte der Eichenauer  die Beamten der Olchinger Polizei aber nicht zum Narren halten.  Besonders komisch kam den Beamten vor, dass die Hose des Eichenauers mehrere Wasserflecken hatte. Schnell bestätigte sich der aufkeimende Verdacht, dass der junge Mann den Unfall in alkoholisiertem Zustand selbst verursacht hatte und anschließend geflüchtet war. Dann hatte er sich offenbar schnell daheim eine trockene Hose übergezogen, um anschließend den Autodiebstahl vorzutäuschen. Leider hatte er die Unterwäsche nicht gewechselt, was zu den Wasserflecken und letztendlich seiner Überführung führte. Nach anfänglichem hartnäckigen Leugnen gestand er später angesichts der Beweislage seine Tat.

Gegen den Eichenauer wird nun wegen Trunkenheit im Verkehr, Vortäuschens einer Straftat und Missbrauchs von Notrufen ermittelt. Eine Blutentnahme wurde durchgeführt, der Führerschein wurde sichergestellt. Nicht unerheblich dürften auch die Kosten sein, die er für den entstandenen Großeinsatz zu tragen hat.

tb

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