Aus der Eichenauer Ortsgeschichte

Als das Rathaus noch in der Schule war

  • vonHans Kürzl
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Wolfgang Heilmann will mit einem Vortrag die Eichenauer auf eine Zeitreise mitnehmen. Mit Bildern und Geschichten erinnert er an die gute alte – und auch die schlechte Zeit. Der Austausch mit dem Publikum ist ausdrücklich erwünscht.

EichenauWenn Wolfgang Heilmann durch Eichenau streift, nimmt er Geschichte wahr. Etwa, dass es vieler Kämpfe bedurfte, bis aus dem einstigen Ortsteil Allings eine eigenständige Gemeinde wurde. Aber das ist längst nicht alles. Über die Rivalitäten, Aktivitäten und Kuriositäten aus der guten und schlechten alten Zeit, wie Heilmann es nennt, spricht er bei einem Vortrag der Volkshochschule. Er verspricht: Es wird ein Abend, bei dem es Erstaunliches zu erfahren gibt.

Der aus Nürnberg stammende Heilmann ist seit 1959 in Eichenau – damals war er 14 Jahre alt und die Gemeinde seit zwei Jahren eigenständig. Seitdem hat er Geschichten geliefert, für die Schülerzeitung und auch für die Heimatzeitung. 1980 hat er außerdem bei der Bürgermeisterwahl kandidiert – gewonnen hat Sebastian Niedermeier. Dem Ort und dessen Geschichte ist Heilmann seit Langem durch den Förderverein Pfefferminzmuseum verbunden. Dort gab es immer wieder Sonderausstellungen. Heilmann war für die Volkshochschule also ein geeigneter Kandidat, um die Vergangenheit lebendig werden zu lassen.

Heilmanns persönliche Geschichte mit Eichenau begann nicht so positiv. Er ging in Fürstenfeldbruck zur Schule und die Gemeinde hatte dort den Ruf, dass etwa in Wirtshäusern viel gerauft werde. „Das habe ich immer wieder zu hören bekommen“, erinnert er sich. Doch das sei ebenso vergessen wie die Rivalität, die bis 1996 zwischen den Fußballmannschaften des damaligen VfR und ESV herrschte. „Das war wie früher mindestens so wie zwischen Bayern und 1860.“ Östlich kickte der ESV, westlich der VfR, gelegentliche Kämpfe der Jugendlichen inbegriffen. Die Fusion der beiden Vereine sieht Heilmann als ein Indiz, „dass Geschichte hilft, sich weiter zu entwickeln“. Genau das will Heilmann mit der Bildpräsentation vermitteln: „Ich freue mich, wenn wir zusammen in die Vergangenheit zurückblicken können – mit all unseren Erfahrungen und Geschichten.“

Die Bildpräsentation

„Kaum zu glauben: Das war Eichenau?“ beginnt am kommenden Montag, 1. Oktober, um 20 Uhr, in der Begegnungsstätte am Kolpingweg 2. Sie dauert etwa eineinhalb Stunden. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Der Eintritt kostet fünf Euro.

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