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Rund 80 interessierte Eichenauer verfolgten die Bürgerversammlung. Bürgermeister Peter Münster hielt einen rund 80-minütigen Vortrag. 

Bürgerversammlung

Auch Eichenauer sorgen sich wegen Geothermie

Die Geothermie-Anlage, die am Laurenzer Weg entstehen soll, ist ein Projekt auf dem Gebiet der Stadt Puchheim. Aber offenbar fühlen sich mehr Eichen– auer davon betroffen, als vermutet. Dies wurde auf der Bürgerversammlung deutlich. Eine eigene Informationsveranstaltung zu der Thematik wird es aber sehr wahrscheinlich nicht geben.

Eichenau – Die Gemeinde sei da außen vor, so Bürgermeister Peter Münster (FDP). „Es gibt keine große Veranlassung, eine Veranstaltung für Interessen und Themen Dritter durchzuführen.“ Allerdings sagte Münster betroffenen Bürgern bei eventuell durchzuführenden Beweissicherungsverfahren im Falle von Schäden durch die Erdwärme Unterstützung zu. Dies reichte einer Gruppe von Bürgern nicht aus. „Wir wollen das Bewusstsein für die Gefahren wecken, die entstehen können“, sagte etwa Heinz-Josef Prediger. Mit ihm teilte Siegfried Schmidbauer die Sorge, dass vor allem die außerhalb des Monitoringbereiches liegenden Hauseigentümer bei möglichen Schäden durch die Geothermie keinerlei Ansprüche stellen könnten. Das Monitoring soll dazu dienen, in einem festgelegten Radius um die Geothermie-Anlage in Vorabuntersuchungen den Zustand von öffentlichen und privaten Gebäuden festzuhalten. Diese sind dann Basis für mögliche Schadensersatzansprüche.

Der Gemeinderat hatte im März auf Antrag der Grünen den Bürgermeister beauftragt, in Gesprächen mit Puchheims Bürgermeister Norbert Seidl und dem Anlagenbetreiber Möglichkeiten zum Schutz auszuloten.

Neben der Geothermie kamen aber noch weitere Themen zur Sprache. Etwa die Erhöhung der Friedhofsgebühren. Bürgermeister Münster sieht hier wenig Spielraum, sagte er. Er betonte aber, dass nicht nur allein die Sanierung der Aussegnungshalle der Grund sei. In größeren Zeitabständen werde die Kostendeckung hinterfragt, so Münster. Allerdings: „Wir reizen das aber im Sinne der Angehörigen nicht völlig aus.“

Thema war zudem die neue Sporthalle. „Eine Dreifach-Turnhalle auf dem Gelände der Josef-Dering-Schule macht Sinn“, sagte Münster bei seinem Vortrag. „Wir brauchen bei den Hallen mehr Flexibilität im schulischen und sportlichen Bereich.“ Die entsprechende Planung könne 2019 beginnen. Münster widersprach aber heftig Gerüchten, wonach ein Eventpalast mit Parkdeck entstehe.

Auch bei dieser Eichenauer Bürgerversammlung wurde ein Ritual gepflegt. Wie üblich meldete sich Peter Halbinger zu Wort, der sich an den Pflanztrögen in verschiedenen Straßenzügen stört. Er bleibt seiner Linie treu. Und das so ziemlich im Wortlaut: „Ein parkendes Auto ist auch eine Verkehrsberuhigung, fährt aber wieder weg“, sagte er – wie bereits in allen Jahren zuvor. Ganz offensichtlich mit wenig Erfolg.  hk

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