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Ausgerissener Bub wieder da – Helfer kommen mit Spezialdrohnen

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Von: Thomas Steinhardt, Tobias Gehre

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Mit einem ganzen Team rückten Drohnenpiloten des Vereins Rettungsnetzwerk zu ihrem Treffpunkt am Eichenauer Bahnhof an.
Mit einem ganzen Team rückten Drohnenpiloten des Vereins Rettungsnetzwerk zu ihrem Treffpunkt am Eichenauer Bahnhof an. © Rettungsnetzwerk

Große Suchaktion am Sonntag in Eichenau: Nach einem Streit mit seiner Mutter war ein Zwölfjähriger am Morgen von Zuhause weggelaufen.

Eichenau – Es folgte eine Suchaktion – die Polizei gab eine Öffentlichkeitsfahndung mit Foto heraus. Im Fahndungsaufruf hieß es, dass sich der Bub möglicherweise in der Nähe von Bahnhöfen aufhalten könnte, da er ein Fan von Zügen ist. Und so war es dann auch: Fahrgäste einer S-Bahn wurden am Ostbahnhof in München auf den Bub aufmerksam und informierten die Bahnpolizei. Der Zwölfjährige sei verängstigt gewesen und unterkühlt, hieß es dort. Die Beamten konnten den Bub aber ansonsten unbeschadet den Erziehungsberechtigten übergeben. „Zum Glück ist alles glimpflich ausgegangen“, kommentierte ein Sprecher der zuständigen Polizei in Germering am Montag.

Hilfe bei der Suche bekamen die Retter auch von mehreren Drohnenpiloten. Diese haben sich im Verein Rettungsnetzwerk zusammengeschlossen. Von der Suche nach dem Buben erfuhren die Freiwilligen über Facebook, erklärt der Vorsitzende Michael Klingsöhr. Sofort machten sie sich auf den Weg nach Eichenau und nahmen Kontakt zu den Angehörigen des Buben auf. So habe man die Suchorte eingrenzen wollen.

Die kleinen, unbemannten Flugobjekte sind aus Sicht von Klingsöhr die optimalen Helfer. Die mehr als 10 000 Euro teuren Geräte verfügen über Wärmebildkameras sowie teils über Suchscheinwerfer und Lautsprecher. Zudem könne man mit ihnen riesige Flächen absuchen. „Zeit ist ein entscheidender Faktor“, sagt Michael Klingsöhr. Im Landkreis waren die Helfer mit ihren Fluggeräten schon mehrmals im Einsatz – unter anderem bei der Suche nach zwei Vermissten. Zu den Aufgaben der Freiwilligen zählt aber auch die Suche nach Rehkitzen in Feldern, die abgemäht werden sollen. Allein vergangenes Jahr habe man so rund 400 Tiere gerettet.

Am Sonntagabend kamen die Retter allerdings nicht mehr zum Einsatz. Als die erste Drohne aufsteigen sollte, kam die Meldung von der Polizei, dass der Bub gefunden worden war. „Für uns ist das immer das beste Ende“, sagt Drohnenretter Michael Klingsöhr.  

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