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In die Jahre gekommen: die Budriohalle.

Kostenintensive Sanierung

Eichenauer Halle soll Sporttempel werden

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Der Budriotempel, wie ihn Eichenaus Handballer liebevoll nennen, ist in die Jahre gekommen. Drei Jahrzehnte hat die Sportstätte auf dem Buckel – Zeit für eine umfassende Sanierung. Doch diese kostet Millionen.

Eichenau – Die 1987 erbaute Budriohalle weist viele Baustellen auf und soll saniert werden. Der Ferienausschuss hat sich deshalb einstimmig dafür entschieden, einen Förderantrag an den Bund zu stellen und damit einen insgesamt 2,1 Millionen Euro teuren Schritt zu wagen.

Zu den großen Problemen gehört der begrenzte Platz in der Halle. Nur genau 199 dürfen hinein, weil wegen des fehlenden Brandschutzes die Zulassung für eine Versammlungsstätte fehlt. Das Gebäude stößt an seine Grenzen. Gerade bei manchem Spiel der in die Bayernliga aufgestiegenen Herrenmannschaft der Handballer müssen viele Fans unterkommen. Bürgermeister Peter Münster (FDP) betonte aber: „Von Gemeindeseite ist der Verein stets darauf aufmerksam gemacht worden, welches Fassungsvermögen die Halle hat.“

So ist es also im Sinne aller Beteiligten, dass nach dem Erfüllen der Brandschutzmaßnahmen das Fassungsvermögen durch ausfahrbare Zusatztribünen im Innenbereich aufgestockt werden kann. Münster könnte sich vorstellen, dass dann bis zu 500 Fans Platz in der Budriohalle finden könnten.

Doch vorher wären noch andere dringliche Maßnahmen durchzuführen. „Der Hallenboden ist nach 30 Jahren einfach fällig“, erklärt Münster. Außerdem müsse ein barrierefreier Zugang auf das Spielfeld ermöglicht werden. Rollstuhl-Basketball wäre etwa derzeit nicht möglich.

Auch die Beschattung der Halle gegen Sonneneinstrahlung müsste angegangen werden. Die ist aktuell durch Folien eher provisorisch gelöst, genügt aber den Mindestvoraussetzungen für den Sportbetrieb. Dies könnte an Bedeutung gewinnen, wenn die Gemeinde die erhoffte Förderung durch den Bund, die bis zu 45 Prozent der Gesamtsumme betragen kann, nicht im erhofften Umfang erhält. „Bei der Beschattung besteht Einsparpotenzial“, bestätigte Bürgermeister Münster dem Tagblatt.

Die Sanierung der Halle und die Umwandlung in eine Versammlungsstätte waren in den vergangenen Jahren immer wieder kontrovers diskutiert worden. Inzwischen ist aber das Meinungsbild unter den Gemeinderäten weitgehend übereinstimmend. Dass nun der Ferienausschuss entscheiden musste, lag an einem kurzfristig aufgelegten Förderprogramm des Bundes. Dies bezuschusst die Sanierung kommunaler Einrichtungen aus den Bereichen Kultur, Jugend und Sport. Rund 100 Millionen können daraus abgerufen werden – dies allerdings nur innerhalb eines sehr engen Zeitfensters. Das setzte den Beschluss des Gemeindegremiums voraus. Vorangetrieben hatte die Entscheidung Bürgermeister Münster und der dritte Bürgermeister Josef Spiess (CSU). Die finanziellen Mittel können bis 2022 verteilt werden. Laut den Mitgliedern des Ferienausschusses sei es allerdings wünschenswert, dass die Maßnahme bereits 2020 abgeschlossen sei.

Eine andere Hallen-Sanierung sorgte dieses Jahr bereits für Unmut.

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