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Postproblem in Eichenau

DHL-Packstation in der Warteschleife

Eine Packstation, um Pakete zu jeder Zeit abholen zu können, gehört nach Eichenau. Darüber sind sich Anbieter DHL und die Gemeinde grundsätzlich einig. Nur der Standort bereitet Probleme.

Eichenau  Daran änderte auch die jüngste Gemeinderatssitzung wenig. Immerhin wurde Bürgermeister Peter Münster (FDP) beauftragt, mit dem Paket- und Brief-Express-Dienst weitere Gespräche zu führen. Dort kann Münster dann erklären, dass ein Standort bei der Post im Gemeinderat mehr Zuspruch findet, als der von der Posttochter DHL gewünschte Platz am Bahnhof.

So nimmt sich Marion Behr (Grüne) die Kreisstadt Fürstenfeldbruck zum Vorbild: „Direkt bei der Post, da gehört so eine Packstation hin“, erklärte sie und fand Zustimmung bei Andreas Zerbes (SPD), für den die Post „ein ernsthaft zu diskutierender Standort ist“. Dies ist auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass sich die Poststelle in der Hauptstraße in der Vergangenheit immer wieder als Sorgenkind entpuppt hatte. Des öfteren musste nach einem Betreiber oder einem Partnerbetrieb gesucht werden. Und nicht nur einmal mussten die Eichenauer ihre Postangelegenheiten in Nachbarkommunen erledigen, weil die eigene Anlaufstelle auf ungewisse Zeit geschlosssen hatte.

Einen ähnlichen „Posttourismus“ beobachtet Hans Hösch (CSU). Wer aus Eichenau Pakete abholen wolle, müsse nach Puchheim, Olching oder Fürstenfeldbruck. „Eine Packstation ist allein deshalb sinnvoll, weil sie hilft, Verkehr zu vermeiden“, sagte Hösch. Am Bahnhof sei so eine Paketstation für ihn nicht vorstellbar.

Zwei lange so genannte Packstation-Module, wie sie für die Erstaufstellung vorgesehen sind, sind nach Auffassung mehrerer Gemeinderäte optisch nicht passend. Zudem müssten die Packstationen auf Gemeindegrund am Bahnhof aufgestellt werden, um Bau-Streitigkeiten mit der Bahn zu umgehen. Darüber hielt sich die Begeisterung in Grenzen. „Wir lehnen das ab“, stellte Bernd Heilmeier für die Freien Wähler fest. Man könne darüber hinaus nicht einen Wettbewerber einseitig bevorzugen, so Heilmeier. Für den Standort am Bahnhof plädierte Inge Hoffmann (CSU): „Es ist ein Dienstleistungsbereich“, sagte sie. Da sei eine Packstation schon vorstellbar. Allerdings schlug Hofmann, wie andere Gemeinderäte auch, vor, die Station auf nur einen Riegel zu beschränken. Weitere Standorte wie auf der Aldifiliale im Süden der Gemeinde Eichenau oder im Bereich der Josef-Dering-Schule wurden zwar in den Raum gestellt, doch kaum diskutiert. Bürgermeister Peter Münster sieht den Gesprächen mit DHL zurückhaltend entgegen. Denn: „Letztendlich wird es darauf hinauslaufen, dass die Entscheidung von DHL getroffen werden wird“, sagte Münster. Hans Kürzl

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