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An den Baumstämmen befinden sich schon rote Kreuze: Insgesamt 14 Bäume müssen für die Erweiterung des Schulanbaus gefällt werden.   

Eichenau

Die Arbeiten beginnen: 14 Bäume fallen für Schulanbau und Küche

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Die Starzelbachschule wird fit gemacht für die offene Ganztagsschule und Hort- räume: Für rund 8,7 Millionen Euro soll das Gebäude erweitert werden. Dafür werden Bäume gefällt. Das wiederum schmeckt der Umweltreferentin nicht – sie kritisiert die mangelnde Suche nach Alternativen zur Großküche.

Eichenau Die roten Kreuze an den Bäumen im Schulhof lassen es bereits erahnen: Lange dauert es nicht mehr, bis die Stämme fallen. Irgendwann im Februar ist es laut Bürgermeister Peter Münster so weit. Die Grund- und Mittelschule an der Parkstraße braucht mehr Platz. Es soll ein Erweiterungsbau entstehen, der bis zum Schuljahresbeginn 2021/22 fertiggestellt werden soll. Kosten: rund 8,7 Millionen Euro.

Nun werden die ersten Vorbereitungen getroffen. Die Freiwillige Feuerwehr Eichenau soll die Bäume fällen. Der Zeitrahmen ist streng vorgegeben: Die Arbeiten müssen wegen der Vegetationsperiode und Brutzeit bis Ende Februar abgeschlossen sein. „Ansonsten entstehen Verzögerungen, die bis in den Herbst hineinreichen“, erklärt Münster. Das kann wiederum vorbereitende Maßnahmen wie etwa die Leitungen zu Strom und Telekommunikation betreffen.

Die Rodung der 14 Bäume war bereits einmal für etwa Mitte Januar ins Auge gefasst, aber nicht durchgeführt worden. Umweltreferentin Marion Behr (Grüne) hatte Gespräche mit dem Umweltamt geführt, in denen sie den Eindruck gewann, dass die Maßnahmen auf Ende Februar verschoben wurden – auch um Zeit zu gewinnen. Denn der Widerstand gegen das Projekt ist immens.

Zu den Plänen gehört nämlich auch eine Großküche, die bereits im Vorfeld für heftige Diskussionen gesorgt hatte. In der seit über einem Jahr laufenden hitzigen Debatte hatten Anwohner mehr Lieferverkehr, Lärm und Geruch gefürchtet. Der Gemeinderat hatte sich in einer Sondersitzung im Sommer vergangenen Jahres mit der umfangreichsten Sitzungsvorlage aller Zeiten intensiv mit den Anliegen auseinandergesetzt. Das Votum fiel schließlich für den Anbau und die XXL-Küche aus, damit man den zukünftigen Bedarf abdecken kann. Die Schulküche soll beide Grundschulen und die gemeindlichen Kindertagesstätten mitversorgen.

Alternativen nicht geprüft?

Die Kritik kocht jetzt, wo das Projekt spruchreif wird, wieder hoch. Grünen-Umweltreferentin Behr wirft der Gemeindeverwaltung vor, sich nicht intensiv genug mit Alternativen beschäftigt zu haben. Ein möglicher Standort wäre ihrer Meinung nach das neu gebaute sogenannte Haus 37 gewesen. Hier befinden sich die Planungen aber erst im Anfangsstadium. Neben den Grünen unterstützen die Freien Wähler den Vorschlag, die Küche an die Josef-Dering-Schule zu verlagern. Auch das ist umstritten. „Ich möchte mir nicht die Diskussionen vorstellen, die ich dort mit Anwohnern führen müsste“, sagte Bürgermeister Münster bereits schon einmal zu einem früheren Zeitpunkt.

Behr dagegen verweist ebenso wie beim Haus 37 auf die ihrer Ansicht nach vergleichsweise unkomplizierte Anlieferungsroute über die Hauptstraße. Die Umweltreferentin hätte sich allerdings außerdem gewünscht, dass folgende Option ebenso geprüft wird: „Warum denken wir nicht über eine interkommunale Zusammenarbeit nach?“ Anwohner hätten immer wieder davon gesprochen, dass eine Mensa in Gröbenzell Essen anliefern könnte. Die SPD hatte im Verlauf der Debatte vorgeschlagen, die Küche ins Gewerbegebiet zu verlegen.

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