+
Die Gemeinde-Mitarbeiter in Eichenau bekommen jetzt mehr Geld.

Angestellte wanderten bereits ab

Eichenaus Gemeinde-Mitarbeiter bekommen Zulagen

  • schließen

Die Gemeinde zahlt ihren Mitarbeitern künftig eine Ballungsraumzulage, eine Arbeitsmarktzulage sowie einen Fahrtkostenzuschuss. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Eichenau – Die Begeisterung über weitere finanzielle Belastungen blieb bei Bürgermeister Peter Münster (FDP) überschaubar. Dennoch hielt er den Beschluss für alternativlos. „Wir müssen im Vergleich zu anderen Kommunen wettbewerbsfähig bleiben“, sagte er mit einem Hinweis auf einen Beschluss in der Nachbarkommune Gröbenzell. Auch die Landeshauptstadt München und die Regierung von Oberbayern hätten sich bereits in diese Richtung entschieden.

Die Notwendigkeit machte Münster zudem an einem Beispiel aus jüngerer Vergangenheit fest. So habe man eine Auszubildende aus dem Erziehungsbereich nach deren Abschluss an eine Kommune verloren, die bereits Zulagen zahle.

Erst prüfen, wo die Zulage sinnvoll ist

Gertrud Merkert (SPD) stimmte den Aussagen des Bürgermeisters inhaltlich voll zu, Michael Wölfl (CSU) mit Abstrichen. Sicher sei es schwierig, wenn man sich womöglich als einzige Gemeinde ausklinke. „Aber auch innerbetriebliches Klima oder Wohnortnähe entscheiden über die Wahl eines Arbeitsplatzes“, so Wölfl.

Grundsätzlich sah die CSU-Fraktionsvorsitzende Celine Lauer die Zulage ebenfalls als sinnvoll an. Man solle aber zunächst eine Analyse erstellen, an welchen Stellen Notwendigkeit bestehe.

Ein Umweltbonus wäre auch möglich

Eine gewisse Genugtuung zeigten die Grünen. „Wir haben so einen Antrag bereits 2016 gestellt“, erinnerte Thomas Barethin seine Gemeinderatskollegen. Damals sei das Anliegen abgelehnt worden. Dennoch sei er zufrieden. „Letztendlich ist es wichtig, dass es jetzt gemacht wird.“

Einen so genannten Umweltbonus in Höhe von 20 Euro könnte die Gemeinde ebenfalls gewähren. „Aus steuerlichen Gründen kann das aber nur individuell nach Antrag ausbezahlt werden“, so Verwaltungsleiter Alexander Meßner. Der Umweltbonus wurde jedoch abgelehnt. Ein Fahrkostenzuschuss für den öffentlichen Nahverkehr wurde jedoch einstimmig befürwortet.

Weitere Nachrichten aus dem Gemeinderat: In Eichenau wird es keinen Bürgerhaushalt geben. Nachverdichtung ja - aber wo ist die Grenze, diese Frage stellte sich der Gemeinderat in einer vorangegangen Sitzung.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Falscher Arzt rät teils minderjährigen Mädchen zu Stromschlägen - halfen sogar Eltern mit?
Ein Mann muss sich in München vor Gericht verantworten. Er hatte sich als Arzt ausgegeben und Frauen dazu gebracht, sich lebensgefährliche Stromstöße zuzufügen.
Falscher Arzt rät teils minderjährigen Mädchen zu Stromschlägen - halfen sogar Eltern mit?
Fursty-Nachnutzung: Bürgermeister erteilen der Stadt Bruck eine klare Absage
Eine Arbeitsgemeinschaft ist ihnen zu wenig schlagkräftig: Die drei Fursty-Anrainer-Bürgermeister aus Maisach, Olching und Emmering wollen mit der Stadt Fürstenfeldbruck …
Fursty-Nachnutzung: Bürgermeister erteilen der Stadt Bruck eine klare Absage
Blaulicht-Ticker: Frau will palettenweise Nutella klauen - doch die Kassiererin ist aufmerksam
Rund um die Uhr sind Polizei und Feuerwehr im Landkreis Fürstenfeldbruck einsatzbereit. Wohin sie unterwegs sind und warum, erfahren Sie im Blaulicht-Ticker.
Blaulicht-Ticker: Frau will palettenweise Nutella klauen - doch die Kassiererin ist aufmerksam
Luftaufnahmen: Grabhügel aus der Bronzezeit bei Alling entdeckt
Die eigentliche Fundstelle liegt zwar knapp hinter der Gemeinde- und Landkreis-Grenze, schon auf Gilchinger Flur, aber auch im Allinger Untergrund scheint noch …
Luftaufnahmen: Grabhügel aus der Bronzezeit bei Alling entdeckt

Kommentare