Sanitäter kümmerten sich vor Ort um den Verletzten. 
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Sanitäter kümmerten sich vor Ort um den Verletzten. 

Eichenau

Die Beinahe-Katastrophe vom Schneehügel

  • Laura Felbinger
    vonLaura Felbinger
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Nur knapp ist der kleine Shahin Bonakdar am Samstag dem Tod entronnen. Beim Spielen an einem Schneehügel in Eichenau war der Zehnjährige auf die Straße gerutscht und wurde von einem Auto erfasst. Seine Mutter fordert von der Gemeinde, für mehr Sicherheit zu sorgen.

Eichenau – „Shahin hatte einen großen Schutzengel“, sagt seine Mutter Peivand Farsad (43). Ihr Sohn hatte am Rande des Rodelbergs mit anderen Kindern auf einem Schneehügel gespielt. Gleich daneben führt eine kaum befahrene Forststraße vorbei. Dort fuhr ein 20-jähriger Germeringer mit seinem Auto samt Anhänger – laut Polizei in Schrittgeschwindigkeit.

Shahin rutschte direkt unters Auto

Dieser unscheinbare Schneehügel wurde für den kleinen Shahin beinahe zur Todesfalle. 

Just in diesem Moment kam es unter den Kindern auf dem Schneehügel zu einem Gerangel. Shahin stürzte und schlitterte hinab – direkt unters Auto. Der linke Hinterreifen quetschte den Arm des Buben ein. Der Fahrer bremste und konnte so Schlimmeres verhindern.

„Den Arm müssen wir jetzt trotzdem jeden Tag untersuchen lassen“, sagt seine Mutter. Der Zehnjährige mache sich seither ständig Gedanken, was hätte passieren können. Zum Glück traf es nur den Arm, nicht den Kopf.

Bürgermeister will sich die Stelle anschauen

„Die Gemeinde muss da dringend was unternehmen“, mahnt Peivand Farsad. Es sei auch möglich, dass ein Kind auf die Straße rodelt. Bürgermeister Peter Münster: „Ich werde mir das einmal ansehen. Aber wenn man da jetzt irgendwelche Absperrungen am Berg anbringt, hält sich vermutlich keiner dran“, so der Rathaus-Chef.

Den 20-jährigen Fahrer trifft wohl keine Schuld. Er hatte als Landwirt eine Sondererlaubnis, um den für den allgemeinen Verkehr gesperrten Weg zu nutzen. Derzeit wird noch geklärt, wie genau sich der Unfall ereignet hat. Fakt ist aber, dass der Germeringer nicht zu schnell unterwegs war. Auch Alkohol war nicht im Spiel.

Peivand Farsad hat aus dem Vorfall bereits Konsequenzen gezogen. Für sie steht fest, dass die Familie nicht wieder zu dem Schneehügel kommt. Der Schock und die Angst um Shahin sitzen noch zu tief.

Das war die Erstmeldung.

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