Frikassee süss-sauer von Marille Musolff.
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Frikassee süss-sauer von Marille Musolff.

Eichenau

Ein Kochbuch zur Ablenkung in der Krise

  • vonHans Kürzl
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Die Eichenauer Frauen-Union (FU) hat wieder eine neue Idee, wie man in der Corona-Krise zusammenkommt, ohne dies wirklich zu tun: durch Kochen. Die FU hat nun ein Rezeptbuch herausgegeben, an dem mehrere Generationen mitgewirkt haben.

Eichenau – Wenn man so will, hat Eichenaus Frauen-Union (FU) Geschmack am Bücherschreiben gefunden. Diesmal ist es ein Kochbuch: 41 Mitglieder zwischen 22 und 90 Jahren haben in „Familienschätze – Schmackhaftes für Leib und Seele“ Rezepte abgeliefert. Noch im Sommer des gerade erst vergangenen Jahres hatten die FU-Mitglieder ihre Gedanken zur Corona-Krise niedergeschrieben.

Die Pandemie spielte diesmal insofern eine Rolle, als sich die Eichenauer Frauen ein wenig von Lockdown, Maskenpflicht und Ausgangsbeschränkungen ablenken wollten. Das ist auch gelungen. „Bei einigen haben die Kinder oder Enkel beim Rezepteausprobieren mitgeschnippelt“, erzählt FU-Vorsitzende Christiane Koallick, bei der die Fäden für das Kochbuch zusammenliefen. „Kochen bringt so etwas wie ein Gemeinschaftsgefühl.“

Die Vorgaben für das neue Druckwerk passen irgendwie auch in die Zeit. „Es sollten nicht die ganz aufwendigen Sachen sein und Rezepte für jede Jahreszeit“, erklärt Koallick. „Nichts für mehrere Stunden in der Küche.“ Die Zutaten sollten nicht zu kostspielig sein und bevorzugt aus der Region kommen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Es gibt etwa ein Hühnerfrikassee, Fischtöpfchen, Leberkäs-Röllchen und Kürbis-Muffins. Wer mag, kann sich an „Älplermagrone mit Ankestückli“ versuchen.

Nachzulesen ist dies alles im Kochbuch der FU, dessen Erlös wieder einem sozialen Zweck dienen soll. Beim „Corona-Buch“ waren das die Seniorenstiftung Sonnenstrahl, das Frauenhaus im Landkreis Fürstenfeldbruck und Kinder von Eichenauer Asylbewerberfamilien. Bei einem ersten Schwung vor Weihnachten kamen bereits 1190 Euro zusammen. „Bis Februar wollen wir noch weitermachen mit dem Verkauf“, kündigt Koallick an.

Doch im Gegensatz zu dem „Corona-Buch“ wird die Verteilung dieses Werkes schon schwieriger – allein deswegen, weil wegen des Lockdowns auch die Buchhandlungen geschlossen haben. „Wir hätten die gerne wieder unterstützt“, so Koallick. Nun aber müsse trotz „Click and Collect“ halt vieles online gehen, ebenso über einen Großanbieter.

Trotzdem soll die persönliche Schiene gewahrt werden. Wer will, kann das Buch direkt bei der FU-Vorsitzenden per E-Mail bestellen: koallick@gmx.de. Auf diesem Wege werden auch die Modalitäten mitgeteilt, wie die Interessenten an das Buch kommen.

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