Polizeibericht

Bettler an der Bundesstraße tischen Autofahrern Märchen auf

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Eichenau – Eine bisher nicht bekannte Form der Bettelei ist der Germeringer Polizei am Dienstagabend untergekommen – die Schnorrer standen neben einem Volvo an der B 2 und hielten vorbeikommende Autos auf.

Laut Polizeisprecher Andreas Ruch, stellvertretender Leiter der dortigen Inspektion, kennt man das Auftreten von Bettlern normalerweise in Geschäftsstraßen von Innenstädten in der Form, dass die Betroffenen am Boden sitzend oder vor Geschäften stehend „still bettelnd“, so der Fachausdruck, auftreten. Ganz anders war dagegen die Situation, die Beamte der Polizeiinspektion jetzt bei Eichenau vorfanden.

Eine 22-jährige Autofahrerin aus Olching rief gegen 21 Uhr bei der Germeringer Wache an und meldete, dass auf der Roggensteiner Allee kurz vor der Auffahrt zur B 2 ein grüner Volvo mit ausländischem Kennzeichen am Straßenrand parkt und dessen Insassen mitten auf der Straße stehen und vorbeifahrende Autos anhalten. Es handelte sich ihr zufolge um zwei arabisch aussehende Männer. Diese hätten ihr erzählt, dass sie kein Benzin mehr haben und unbedingt Geld benötigen würden, um eine schwangere Frau, die angeblich im Auto sitzen würde, ins Krankenhaus fahren zu können.

Während die Olchingerin vom Auto aus mit der PI Germering telefonierte, fuhr sie noch einmal zurück, um das Kennzeichen des grünen Volvo ablesen zu können. Dabei wurde sie von einem der beiden Männern erneut angehalten und angebettelt. Als sie daraufhin weiterfuhr, ohne auf den Bettler zu reagieren, schlug dieser gegen die Seitenscheibe des Autos der Frau – der Polizist am anderen Ende der Leitung konnte dies deutlich hören.

Die junge Frau fuhr daraufhin verängstigt weiter ohne noch einmal anzuhalten. bei einer späteren Untersuchung der Seitenscheibe stellte sie keine Beschädigung fest.

Eine sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifenwagen aus Germering und umliegender Dienststellen nach dem grünen Volvo mit polnischem Kennzeichen verlief in der Folge erfolglos. Die beschuldigten Männer konnten nicht überprüft werden.

Dem Germeringer Polizeivize Andreas Ruch zufolge fiel der beschriebene grüne Volvo mit polnischen Kennzeichen innerhalb der letzten fünf Tage in Oberbayern und in der Oberpfalz bereits drei Mal polizeilich auf. Bei den Männern handelt sich um zwei rumänische Staatsangehörige. Mit der erstmals auch im Landkreis Fürstenfeldbruck angewandten Masche waren sie andernorts offensichtlich schon erfolgreich – es haben sich schon angehaltene Autofahrer gemeldet, die ihnen Geld gegeben haben.

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