Bus vor dem Landratsamt.
+
Bus vor dem Landratsamt.

Eichenau

Endgültiges Nein zu Mobilitätsstationen

  • vonHans Kürzl
    schließen

Der Gemeinderat hat die Beteiligung an den Mobilitätsstationen, die das Landratsamt bewirbt, abgelehnt. Die breite Mehrheit wollte hierfür keine rund 80 000 Euro ausgeben.

Eichenau – Die Argumente ähnelten denen von Emmering, das die Stationen Ende September abgelehnt hatte. „Grundsätzlich wäre die Idee schon gut, die Kosten sind es nicht“, sagte etwa Gertrud Merkert (SPD). Die CSU führte zudem an, dass es sich nicht um eine gemeindliche Aufgabe handle.

Dass das eigene Fahrrad letztendlich mehr Sinn mache, fanden Hannelore Münster (FDP) und Martin Eberl (SPD) gleichermaßen. Umweltreferentin Marion Behr (Grüne) mahnte aber, auch über den eigenen Tellerrand zu blicken. „Das Angebot mit den Mobilitätsstationen ist überörtlich.“ Daher habe es seine Berechtigung. Fraktionskollegin Yasemin Bilgic startete noch einen Überzeugungsversuch: Spontane Ausflüge mit Familienmitgliedern oder Besuch würden leichter werden, weil mehr Angebot für die Fortbewegung vorhanden ist.

Planungsreferent Andreas Zerbes (SPD) berichtete von seinen positiven Erfahrungen in München. Dass die drei vorgesehenen Standorte am S-Bahnhof, nahe des Rathauses sowie an der Ecke Haupt-/Kiefernstraße nicht für jeden vor der Haustür liegen würden, sei kein Problem. „Es ist vergleichbar mit den Bus-Haltestellen.“

Die Mobilitätsstationen sollen alternative Verkehrsmittel (wie Car- oder Bike-Sharing) fördern und dienen als eine Art Knotenpunkt. Die Idee gibt es schon länger. Das Landratsamt hatte aber nach den Kommunalwahlen eine abgespeckte Version präsentiert und so auf mehr Zustimmung gehofft.  

Auch interessant

Kommentare