Am Eichenauer Ortsrand

Hier entsteht das Feuerwehr-Notfalllager

Die Notfall-Ausrüstung der Feuerwehr wird künftig an einer Stelle gebündelt stationiert. Das Zentrallager soll am Rand vom Eichenau entstehen. Diese Pläne sind nun einen entscheidenden Schritt vorwärts gekommen. Und es tut sich eine willkommene Wechselwirkung mit einem Grundstücksnachbarn in Spe auf.

Hier soll in Eichenau das Notfalllager der Feuerwehr entstehen.

Eichenau – Die gute Kunde wurde bei der Jahresversammlung der Landkreis-Feuerwehr eher am Rande bekannt. Die Eigentümer, deren Grund für das geplante Zentrallager gebraucht wird, zeigen Bereitschaft zum Verkauf. Das erklärte Gabriele Riehl (SPD), zweite Bürgermeisterin von Eichenau. Als Standort vorgesehen ist das Areal, am Rand des Gewerbegebiets Süd, das an der Holzkirchner Straße genau gegenüber dem bisherigen Zentrallager von Aldi liegt.

Die Transgourmet GmbH, die im Herbst in das frei werdende Aldi-Lager zieht, hat signalisiert, dass sie im Katastrophenfall die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung im Landkreis übernehmen würde. Der hessische Lebensmittellogistiker hat diese Aufgabe auch in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden übernommen.

Im Zentralllager Eichenau werden die bestehenden zusammengefasst

Kreisbrandrat Hubert Stefan will die beiden Notfalllager an einer zentralen Stelle unterbringen. Das neue Lager wird etwa 1200 bis 1500 Quadratmeter umfassen. Die Eigentümer des ins Auge gefasten Geländes haben Bereitschaft zum Verkauf bekundet.

Über die Größe des Feuerwehr-Notfalllagers gibt es bislang nur ungefähre Vorstellungen. „Sie liegen im Bereich zwischen 1200 und 1500 Quadratmeter“, sagt Kreisbrandrat Hubert Stefan auf Nachfrage des Tagblatts. Darüber hinaus steht aktuell nur fest, dass im neuen Zentrallager von Eichenau die zwei bisher Bestehenden zusammengefasst werden. Das eine ist derzeit auf dem Gelände des nahen Wertstoffhofs untergebracht, dort liegt Ausrüstung etwa für große Überschwemmungen. Das andere ist im Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck. 

Diese Halle muss im Zuge der Aufgabe von Fursty durch das Militär geräumt werden. In ihr sind Gegenstände gelagert, die die Feuerwehr nicht im ersten Moment der Alarmierung braucht, sondern im zweiten und dritten. Unter anderem handelt es sich um Feldbetten und eine zusätzliche Sandsackfüllanlage.

Alles im bereits bestehenden Eichenauer Lager zusammenzufassen ist unmöglich. Das ist nämlich bereits prallvoll. Eine Erweiterung am alten Standort ist nicht möglich.

Gemeinde führt mit den Grundeigentümern weitere Gespräche 

Bis wann genau die gesamte Notfallausstattung zusammengefasst werden kann, ist noch unklar. Kreisbrandrat Stefan und Eichenaus Bürgermeister Peter Münster (FDP) wiesen übereinstimmend darauf hin, dass durch den Landkreis zunächst eine Machbarkeitsstudie erstellt werden müsse. Zeitliche Zwänge gebe es nicht. Man müsse aber stets die Entwicklung auf dem Fliegerhorst im Auge haben, so Stefan.

Münster kündigte gegenüber dem Tagblatt zudem an, dass die Gemeinde mit dem Grundstückseigentümern demnächst weitere Gespräche führen werde. Falle die Machbarkeitsstudie positiv aus, könne eventuell 2018 mit den Planungen und 2019 mit dem Bau begonnen werden. So hatte sich Bernd Wanninger, im Landratsamt Fürstenfeldbruck zuständig für den Katastrophenschutz, nach der Grundsatzentscheidung des Eichenauer Gemeinderates für das Notfalllager im März geäußert.

Eichenauer Feuerwehr hat Erfahrung in Sachen Notfalllager

Dessen Bau steht man im Umweltbeirat der Gemeinde übrigens skeptisch gegenüber. Begründet wurde dies mit der umfangreichen Versiegelung von Boden, die dafür notwendig wird. Seitens der Grünen hatte man Bedenken, das Zentrallager in der flächenmäßig kleinsten Kommune des Landkreises zu situieren.

Mit ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten Eichenaus war die Erfahrung der örtlichen Feuerwehr mit dem seit 15 Jahren bestehenden derzeitigen Lager beim Wertstoffhof der Gemeinde. „Die Eichenauer sind gut eingearbeitet. Ihre Wissen um Ausstattung und Pflege ist sehr wertvoll“, betonte Kreisbrandrat Stefan. Das Feuerwehrhaus der Eichenauer Wehr ist in der nahen Tannenstraße situiert.

von Hans Kürzl

Rubriklistenbild: © dpa

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