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Ein Problem: die Elterntaxis vor den Schulen. Foto. 

Verwaltung hat Bedenken

Problem mit Elterntaxis vor Schulen - Fahrradstraße als Lösung?

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Eichenau will vier Fahrradstraßen einrichten. Damit soll aber nicht nur der Radverkehr gefördert werden. Die Maßnahme richtet sich auch gegen den Hol- und Bringverkehr an den Grundschulen. 

Eichenau– Der Gemeinderat hat sich insbesondere mit den von den Grünen als Fahrradstraßen ins Spiel gebrachten Bereichen befasst. Bei der Park- und Schulstraße fanden sich die meisten Befürworter. Beide Areale eint, dass sie an Grundschulen liegen. Außerdem klagten hier verschiedene Seiten immer wieder über den teilweise massiven Hol- und Bringverkehr von Eltern. Sprich: Elterntaxis.

„Es soll ein Hinweis an die Autofahrer sein, sich einzubremsen“, betonte Michael Wölfl (CSU). Kraftfahrzeuge können in Fahrradstraßen zwar zugelassen werden, dürfen aber höchstens 30 Stundenkilometer fahren. Gegebenenfalls müssen Fahrzeuge ihre Geschwindigkeit weiter verringern, um Radfahrer nicht zu behindern oder zu gefährden.

Es sei gerade wegen der Sicherheit der Kinder ein wichtiges Zeichen, Park- und Schulstraße als Fahrradstraßen auszuweisen, so Angela Heilmeier (FW), Referentin für Familie und Kinderbetreuung. Deutliche Sympathien für die Vorschläge zeigten neben den Grünen unter anderem Celine Lauer und Peter Zeiler (beide CSU) sowie Schulreferent Martin Eberl (SPD).

Gesamtpaket als „gutes politisches Zeichen“

Weniger deutlich war die Zustimmung des Gemeinderates für die Zugspitzstraße und zwei Teilbereiche an der Roggensteiner Allee (ab Winterstraße nach Norden bis zur Leite, ab Spechtstraße nach Süden bis zur Bundesstraße). Claus Guttenthaler (FW) sah das Gesamtpaket aber als „gutes politisches Zeichen“. Für den Bereich der Forststraße gab es trotzdem keine Mehrheit.

Verkehrsreferent Andreas Knipping (SPD) sieht die Einführung von Fahrradstraßen skeptisch. „Wir können nur symbolträchtig etwas tun“, sagte er. Knipping befürchtet vielmehr Konfliktpotenzial, wenn etwa Linienbusse hinter Radlern herfahren müssten. Ebenso wenig würden rennradelnde Verkehrsteilnehmer zur Beruhigung beitragen.

Von Seiten der Verwaltung teilt man die Skepsis, beruft sich dabei aber eher auf Straßenverkehrsordnung und Rückmeldungen durch die Polizeiinspektion Germering. Demnach wird unter anderem der Radverkehr nicht als die vorrangige Verkehrsart angesehen (was eine Voraussetzung für die Fahrradstraße wäre) und alternative Verkehrsführungen seien nicht vorhanden. Auch die Beschilderung würde zunehmen.

Landratsamt muss Fahrradstraße noch absegnen

Marion Behr (Grüne) wies dies zurück. „In München funktioniert das bei 65 Fahrradstraßen.“ Dort herrsche teilweise viel Verkehr. Zeiler sah die Argumentation der Verwaltung „als etwas destruktiv“ an. Der Umweltbeirat sprach davon, dass die Verwaltung „von zu vielen Bedenken“ getragen werde. Eberl gab sich kämpferisch: „Wir beschließen erst einmal und dann sehen wir schon, ob das kassiert wird.“

Das Landratsamt als übergeordnete Stelle muss der Entscheidung noch zustimmen. Ist das der Fall, kann es mit der Umsetzung des Beschlusses sehr schnell gehen. „Das hängt dann nur noch davon ab, wie schnell die Schilder hergestellt werden können“, teilte Bürgermeister Peter Münster (FDP) mit.

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