+
In Eichenau sollen Displays anzeigen, wann der Bus kommt.

Eichenau

Informationen in Echtzeit für Bus-Fahrgäste

  • schließen

Auf dem Fahrplan steht die aktuelle Uhrzeit, aber der Bus kommt einfach nicht: Viele kennen diese Situation. In Zukunft sollen Fahrgäste aber besser informiert werden: Eichenau will Anzeigetafeln installieren, die in Echtzeit über die Ankunft informieren.

EichenauWer in seiner Gemeinde den öffentlichen Nahverkehr nutzt, will wissen, wann der Bus kommt. In München gibt es schon an jeder Bushaltestelle Anzeigen in Echtzeit. In Eichenau will man nun ebenfalls ein Dynamisches Fahrgastinformationssystem (DFI) einrichten. Rund 70 000 Euro soll es kosten, die Bürger in Echtzeit über Ankunfts- und Abfahrtszeiten zu informieren.

Die Gemeinde muss etwa ein Viertel der Gesamtsumme aufbringen. Ganz abdecken muss die Kommune allerdings die laufenden Kosten, die bis 20 000 Euro jährlich betragen können. Eichenau soll damit seinen Beitrag dazu leisten, dass der Landkreis den öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) weiter verbessern kann. Der Landkreis will insofern helfen, als dass er die Kommunen bei Förderantragstellung und der Auftragsvergabe unterstützen will.

Das Angebot stieß im Gemeinderat letztendlich auf breite Zustimmung, wurde aber nicht widerstandslos durchgewunken. „Mehr Pünktlichkeit an sich wäre besser“, meinte SPD-Gemeinderat Martin Eberl, gleichzeitig Sprecher der Bürgerinitiative zum S4-Ausbau. Vor allem die vergleichsweise hohen laufenden Kosten schreckten ihn. Daher schlug er vor, nur an Knotenpunkten mehrer Linien solche Informationssysteme einrichten zu lassen. Dieser Meinung schloss sich CSU-Fraktionssprecherin Celine Lauer an.

Ihr Fraktionskollege Michael Wölfl sprach sich dafür aus, vom Bahnhof her mit der Installation zu beginnen. Ausschließlich auf das Bahnhofsareal beschränken wollte sich Umweltreferentin Marion Behr (Grüne). Der Grund: „Wir sind ein relativ kleiner Ort.“ Da müsse man nicht einen solchen Aufwand betreiben. „Es gibt auch Apps, die Fahrgäste ebenfalls in Echtzeit informieren könnten.“

Eine kurze Diskussion entbrannte noch über die Größe der Anzeigen. Der kleine Anzeiger kostet pro Stück 5000 Euro, der mittlere 15 000 und die Topvariante 25 000 Euro. Anne Lang von der Verwaltung erläuterte zwar, die DFI könne in drei Stufen abgerufen werden: 2021, 2024 und 2026. Doch der Gemeinderat entschied sich letztendlich elf kleine und ein mittleres Gerät zu beantragen. So könnten zumindest die Knotenpunkte abgedeckt werden, wenn auch nicht alle 34 Bushaltestellen, die es ab Dezember 2021 gibt.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Faschingszug in Olching: Rathaus-Chef als Rattenfänger - erste Polizei-Bilanz
Die lokalen Politiker wurden beim Olchinger Faschingszug nicht geschont. Für die Zuschauer eine Mords-Gaudi. Weniger lustig war allerdings eine Entdeckung der Polizei. 
Faschingszug in Olching: Rathaus-Chef als Rattenfänger - erste Polizei-Bilanz
So war der Faschings-Endspurt in Germering
Germering hat den Fasching 2020 mit einem großen Fest vor der Stadthalle beendet. Wohl auch, weil das Wetter mitspielte, kamen so viele meist phantasievoll verkleidete …
So war der Faschings-Endspurt in Germering
Beim Mammendorfer Gaudiwurm ist die Welt noch heil
Beim Mammendorfer Gaudiwurm ging es so kurz vor den Wahlen nicht um Politik, sondern nur um den Spaß. Rund 3500 Besucher schauten sich das Spektakel an. 
Beim Mammendorfer Gaudiwurm ist die Welt noch heil
Von Kultur bis Kita: Das sagen die Kandidaten
Die Volkshochschule Olching hat genau drei Wochen vor der Kommunalwahl zur Podiumsdiskussion eingeladen. Sechs Bürgermeisterkandidaten diskutierten – eigentlich über die …
Von Kultur bis Kita: Das sagen die Kandidaten

Kommentare