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Sandsäcke können im Falle eines Hochwassers extrem wichtig sein.

Feuerwehr

Eichenau ist bereit für großes Notfalllager

Die Ausrüstung für den Katastrophenschutz soll in Eichenau gebündelt werden. Der Gemeinderat hat nun einem zweiten Notfalllager zugestimmt.

Eichenau– Zwei Katastrophenschutz-Lager gibt es im Landkreis: in Eichenau beim großen Wertstoffhof und im Fliegerhorst. Darin lagert die Feuerwehr ihre Ausstattung, die sie für Notfälle braucht, wie Feldbetten, Sandsäcke und Hochwasser-Ausrüstung. Wegen des Wegzugs des Militärs von Fursty geht dieser Standort aber 2021 verloren. Ersatz soll in Eichenau geschaffen werden. Dazu soll ein weiteres Lager gegenüber dem bestehenden gebaut werden. Der Gemeinderat gab nun bei vier Gegenstimmen grünes Licht für den Standort Eichenau. Nun wird der Landkreis eine Machbarkeitsstudie erstellen.

„Es ist auch sinnvoll, weil es dann eine komplette Anlaufstelle für den Landkreis wäre“, sagte Bürgermeister Peter Münster (FDP). Der Gemeinde entstünden auch keine Kosten.

Darüber hinaus hat die Transgourmet GmbH, die im Herbst in das frei werd

ende Aldi-Lager zieht, der Gemeinde signalisiert, dass sie im Katastrophenfall die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung im Landkreis übernehmen würde. Der hessische Lebensmittellogistiker hat diese Aufgabe auch in Dresden übernommen.

In der Gemeinde Eichenau bewertet man diese räumliche Nähe positiv. Denn der neue Lagerstandort soll gegenüber dem derzeitigen Aldi-Lager entstehen. Für Bernd Wanninger, im Landratsamt zuständig für den Katastrophenschutz, ist das nur ein angenehmer Nebeneffekt. „Es ist ein interessanter Aspekt, aber es hat mit dem Lager primär recht wenig zu tun.“

Für den Standort ist laut Wanninger wichtiger, dass eine Feuerwehr in der Nähe ist, die das Lager mit betreuen und zum Beispiel die Gerätschaften funktionstüchtig halten kann. „Die Eichenauer machen das seit zehn Jahren“, weist Wanninger auf die Erfahrung der Feuerwehr in der Starzelbachgemeinde hin. Zudem gehöre das Grundstück der Gemeinde, so dass kein Kauf nötig sei. Daher sei es nicht einfach, Alternativen zu nennen, so Wanninger.

Der Eichenauer Umweltbeirat hatte sich in seiner Stellungnahme gegen ein Lager an dieser Stelle ausgesprochen und auf die umfangreiche Versiegelung hingewiesen. Auch Gertrud Merkert (SPD) war skeptisch.

Christine Ganzhorn (Grüne) fragte: „Warum muss das Lager in die Gemeinde mit dem kleinsten Gebiet?“ Es sei viel sinnvoller, wenn ein Standort im Zentrum des Landkreises gefunden würde. Rike Schiele (Grüne) sah ein falsches Zeichen an die Bürger, „wenn wir hier bauen und sonst sagen, dass wir keinen Platz für Gewerbe oder Wohnraum haben“. Celine Lauer (CSU) meinte dagegen, dass es wichtiger sei, eine gut ausgerüstete Feuerwehr zu haben. Und Versiegelung werde es an jedem Standort geben, so Münster.

Mit der Bodenversiegelung soll sich nun die Machbarkeitsstudie beschäftigen. Fällt diese positiv aus, könnte 2018 mit der Planung, 2019 mit dem Bau begonnen werden, schätzt Wanninger. Unter Zeitdruck befinde man sich derzeit nicht. Allerdings wies Wanninger darauf hin, dass das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum als Vertragspartner das Notfalllager bereits gekündigt hat. Es bestehe eine Absprache, nach der der Landkreis mit dem Lager dort geduldet sei. (hk) 

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