Als erste Gemeinde im Landkreis

Eichenau hat jetzt einen IT-Referenten

Eichenau - Im Landkreis gibt es das Amt des IT-Referenten seit 14 Jahren. Jetzt führt auch Eichenau diese Position ein – als erste Gemeinde im Kreis. Gleichzeitig werden die Zuständigkeiten von zwei anderen Referenten im Gemeinderat ausgedehnt.

Es sei ein zukunftsfähiges und zukunftswichtiges Amt. So begründete Bürgermeister Peter Münster (FDP) seinen Vorschlag, ein neues Referat „IT und Informatik“ mit Ulrich Bode zu besetzen. Der für Münster ins Gremium nachgerückte Gemeinderat, der gelernter Informatiker ist, weist in diesem Fachgebiet große Erfahrung auf. Denn auf Kreisebene ist Bode seit 14 Jahren IT-Referent. Dort hatte er sich zunächst um eine ausreichende Abdeckung des Landkreises mit Breitbandanschlüssen gekümmert, ehe er den Schwerpunkt auf verwaltungsinterne IT-Themen verlagerte. In Eichenau will er unter anderem einen sicheren Online-Auftritt im Auge behalten.

Jeder Internetkontakt nach außen könne zur Herausforderung werden, so Bode. Selbst bekannte Anbieter hätten da bisweilen Probleme. Umso mehr müsse eine kleine Gemeinde auf Onlinesicherheit achten. Der Aufwand dafür sei sehr groß, ebenso bei internen Vorgängen. „Wenn ein Pass online beantragt wird, sind sensible Daten unterwegs“, nannte Bode ein Beispiel. „Eine Verwaltung, die in diesem Bereich funktioniert, strahlt nach außen.“

Damit ging Bode auf eine Anmerkung von Inge Hoffmann (CSU) ein, die nach dem Nutzen eines IT-Referenten für den Bürger gefragt hatte. Rike Schiele (Grüne) hatte dagegen auf die Erfahrung Bodes im Kreistag verwiesen. Der bewertet den aktuellen Internetauftritt der Gemeinde als „nüchtern und schlicht“. Das sei in Ordnung. Der Einbindung sozialer Medien oder Diskussionsforen steht Bode eher zurückhaltend gegenüber. In Eichenau spreche man direkt miteinander. „Da muss man überlegen, ob Facebook auf der Gemeindeseite Sinn macht“, so Bode.

Gleichzeitig wurden zwei weitere Referate besetzt, die nach der Kommunalwahl nicht vergeben worden waren. Sowohl Josef Spiess (CSU) als auch Andreas Zerbes (SPD) werden zu einer Art Superreferenten. Spiess bekommt zu seinem Referat für Feuerwehr und technische Sicherheit das Gebiet des Baureferenten hinzu. Jugendreferent Zerbes betreut künftig auch den sozialen Bereich. Beide gaben an, dass ihre neuen Aufgaben gut mit den bereits bestehenden Referaten vereinbar seien. Noch immer nicht besetzt ist das Referat für Beteiligungen.

von Hans Kürzl

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