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Auf diesem Areal will Transgourmet erweitern. 

Eichenau

Klare Grenzen für Transgourmet-Neubau

  • vonHans Kürzl
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Der Lebensmittellogistiker Transgourmet will erweitern. Nun ist ein weiterer wichtiger Schritt getan: Der Gemeinderat billigte den Bebauungsplan. Allerdings enthält dieser einige Änderungen. Bei der Höhe kann etwa so nicht getrickst werden.

Eichenau– Der Gemeinderat billigte den Bebauungsplan in der Fassung von September 2019, fügte aber nach intensiver Beratung noch Änderungen an. Diese wurden bei acht Gegenstimmen durchgewunken, ebenso die nochmalige öffentliche Auslegung.

Dort wird insbesondere nachzulesen sein, dass der Gemeinderat der Höhenentwicklung eine neu definierte Grenze setzt. So richtet sich die maximale Höhe des Neubaus nach einer sogenannten Höhenkote, die festschreibt, dass nicht über 540 Meter über dem Meeresspiegel hinweg gebaut werden darf. Das Gelände von Transgourmet weist unterschiedliche Höhenentwicklungen auf. Theoretisch könnte der Logistiker an der tiefsten Stelle ansetzen und über die seit langem vereinbarten zwölf Meter hinausbauen. Insbesondere die Grünen-Fraktion hatte auf ein genau festgesetztes Maß bestanden.

Noch einmal festgezurrt wurde, dass der Gehölzbestand zu den Nachbarn an der Tannenstraße nicht angetastet wird. Die Schallschutzmauer an der Südseite des Grundstücks soll maximal vier Meter hoch werden, wie gehabt. Bekannt wurde außerdem, dass auf das Dach des Neubaus eine Solaranlage kommt.

Ein aktuelles Lärmgutachten, an dem besonders die Anlieger ein lebhaftes Interesse gehabt hätten, liegt jedoch bislang noch immer nicht vor. Die bei Bekanntwerden der Erweiterungspläne vor mehr als zwei Jahren gebildete Anwohnerinitiative hatte dies immer wieder angemahnt. Sie legte außerdem dar, dass sich bei Transgourmet in dieser Hinsicht kaum etwas geändert habe.

Der neue Planungsreferent Andreas Zerbes (SPD) verwies auf Kompromisse und Entgegenkommen des Gemeinderates, was jedoch seinem Eindruck nach kaum eine Reaktion seitens des Logistikers hervorgerufen hatte: „Deswegen tue ich mich mit einer Entscheidung schwer“, sagte Zerbes.

Die beiden Grünen-Gemeinderäte Markus Brüstle und Markus Hausberger hatten sich weder an der Diskussion noch an dem Beschluss beteiligt. Sie gelten als befangen, weil sie selbst in der Eichenauer Protestgruppe aktiv waren.

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