Besser ausgeleuchtet: Das Pfefferminzmuseum verfügt seit kurzem über einen moderne Lichtanlage.  Foto: Weber
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Besser ausgeleuchtet: Das Pfefferminzmuseum verfügt seit kurzem über einen moderne Lichtanlage.

Beleuchtung in Eichenauer Einrichtung

Minz-Museum erstrahlt in neuem Licht

  • vonHans Kürzl
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Die Tradition des Pfefferminz-Anbaus wird in Eichenau seit langem gepflegt, das Pfefferminz-Museum hält Wissen und Erinnerung daran aufrecht. Das kann es nun in modernisierter Form tun – auch dank Fördermitteln des Bundes.

Eichenau – Die machten es möglich, dass unter anderem die Beleuchtung in den Räumen des schmucken kleinen Museums an der Parkstraße auf einen technisch zeitgemäßen Stand gebracht werden konnte. Die seit 30 Jahren bestehende alte Anlage hatte sich mittlerweile als recht störungsanfällig erwiesen.

Die Vorteile dieser Modernisierung beschreibt Wolfgang Heilmann, Vorstandsmitglied des Fördervereins, so: „Die Ausleuchtung ist blendfrei geworden und energiesparender dazu.“ Auch der Internetauftritt soll, obwohl durchaus noch informativ und übersichtlich, modernisiert werden.

„Die Anforderungen und Ansprüche sind doch andere geworden“, sagt Heilmann. Das ist ein Hinweis darauf, dass der Onlineauftritt des Pfefferminzmuseums auch bereits seine 20 Jahre auf dem Buckel hat. Eine Neuerung gibt es schon jetzt: Die Website und die beiden Terminals im Museumsraum können inhaltlich besser und schneller aufeinander abgestimmt werden.

Die Modernisierung der Lichtanlage und des Online-auftritts hätte laut Heilmann eine Summe „im ganz niedrigen fünfstelligen Bereich“ erforderlich gemacht. Das ist viel Geld für den Förderverein. Hilfe kam in Form eines Förderprogramms, auf das ein Mitglied hingewiesen hatte: das Soforthilfeprogramm „Heimatmuseen“ innerhalb des Gesamtprogramms „Kultur in ländlichen Räumen“. Mit einer Gesamtsumme von 1,25 Millionen Euro war das vom Bundestag beschlossene Programm von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ausgeschrieben worden.

„Doch es galt schnell zu handeln“, so Hans Kugler, Vorsitzender des Fördervereins. Denn die Anträge wurden in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet und die Mittel entsprechend ebenso vergeben. Schnell wurde ein Investitionskonzept erstellt, das die Politiker in Berlin überzeugte. Kugler zeigt sich erleichtert: „Ohne die Zuwendungen hätten wir die Verbesserungsmaßnahmen nicht finanzieren können.“ Dabei hat der Verein sowieso schon rund 5500 Euro Eigenanteil aufgebracht.

Spätestens zum Jahresende 2020 sollen alle Modernisierungsmaßnahmen abgeschlossen sein. Dann kann auch endlich ein Film präsentiert werden, der bereits vor einem Jahr in Auftrag gegeben worden war: über Anbau, Ernte und Weiterverarbeitung der Pfefferminze.

Besuche im Museum sind unter Einhaltung der aktuell geltenden Abstands- und Hygieneregelungen jederzeit möglich. Mit dem Zuspruch ist Heilmann recht zufrieden. „Die Pandemie merken wir schon auch ein wenig“, räumt er aber ein. Insgesamt stelle sich die Situation für das Museum trotz Corona ganz passabel dar. Was wiederum zur Folge hat, dass man am grundsätzlichen Konzept festhalten werde. Nur Sonderausstellungen würden erst einmal nicht stattfinden, so Heilmann.

Öffnungszeiten

Das Pfefferminzmuseum an der Parkstraße 43 ist sonntags von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Führungen von größeren Gruppen sind bis auf Weiteres nicht möglich. Informationen gibt es unter Telefon (0 81 41) 7 16 39.

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