Badeinseln wie diese wurden am Olchinger See abgeschafft, weil das Haftungsrisiko zu groß ist.
+
Badeinseln wie diese wurden am Olchinger See abgeschafft, weil das Haftungsrisiko zu groß ist.

Eichenau

Sicherheit mit der Bade-Insel: Nun ist der Rat der Wasserwacht gefragt

  • vonHans Kürzl
    schließen

Eichenau – Die Gemeinde möchte mit der Sicherheit am Badesee nicht baden gehen. Deswegen hat sie von einem externen Fachbüro ein Sicherheitskonzept erstellen lassen.

Eichenau - Zu einem Beschluss kam es in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates aber nicht. Denn die Mitglieder bestanden darauf, die Wasserwacht auch noch mit einzubeziehen. Zumindest einen heißen Diskussionspunkt aus dem Sommer 2019 hatte die Emmeringer Firma Wensauer SDW in ihrem Konzept nicht gestrichen. In der Beschlussvorlage hieß es ausdrücklich: „Die Badeinsel kann im See verbleiben.

Für CSU-Gemeinderat Peter Zeiler ging das Konzept dennoch zu weit: „Man kann nicht alles zu 100 Prozent absichern.“ Er kritisierte den Vorschlag, den Badesteg mit einem Geländer abzusichern. Man könne auch von da aus hineinspringen. Bei der Wasserwacht werde dieser Vorschlag auf wenig Gegenliebe stoßen. Zeiler sprach sich dafür aus, die örtlichen Retter um Rat zu fragen.

Dies wurde auch in der allgemeinen Runde befürwortet: „Wir benötigen schon eine offizielle Stellungnahme von der Wasserwacht“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Martin Eberl. Auch für Grünen-Sprecher Markus Hausberger stand fest: „Wir sollten uns erst einmal Input von der Wasserwacht geben lassen.“

Am Wochenende täglich vier Stunden

Fest steht: Die Wasserwacht kann mit ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern eine ausreichende Sicherung gewährleisten. Dabei wäre eine Zeit von mindestens vier Stunden täglich am Wochenende zu leisten, was sich an der Aufsichtspflicht von Bademeistern im öffentlichen Dienst anlehnt. Für die Zeit unter der Woche schlug die Emmeringer Firma vor, dass eine Sicherheitsfima das Aufsichtspersonal stelle. Bürgermeister Peter Münster (FDP) gab zu bedenken, dass dies die Motivation der Wasserwacht eher schwäche.

Mit der Überarbeitung des Beschilderungskonzeptes sowie dem Absperren von einzelnen Bereichen (etwa an Brutstellen) konnte man sich im Prinzip anfreunden. Doch Ulrich Bode (FDP) warnte vor einer Überregulierung: „Nicht dass wir eines Tages Schilder aufstellen müssen, bitte Atmen nicht vergessen.“  

Auch interessant: Die Badeinsel darf zurück ins Pucher Meer

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare