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Ein abgetrennter Bereich: Hier kann man sich geschützt hinstellen, wenn man die Straße queren will.

Aus dem Gemeinderat

Sicherheitsinsel für Fußgänger und Radler

  • vonHans Kürzl
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An einigen Stellen in Eichenau haben Radler und Fußgänger wenig Spielraum, wenn sie von Brücken auf die Straße fahren. Nun sollen fünf weitere folgen.

Eichenau – So genannte Aufstellflächen an der Roggensteiner Allee sollen Abhilfe schaffen – Bordsteine und Barken trennen einen Bereich ab. Bisher gibt es das nur an der Karwendelstraße. Nun sollen fünf weitere folgen. Darüber debattierte der Gemeinderat.

Gebilligt wurde die Maßnahme am Bären- und Schneewittchenweg, an der Finken- und Wiesenstraße sowie an der Pfarrer-Huber-Straße – bei bis zu neun Gegenstimmen. Dort sollen in einer Testphase von sechs Monaten erst einmal provisorische Gummibordsteine aufgestellt werden.

Es ist zunächst nur ein Versuch

„Es ist jeden Versuch wert“, betonte Dritte Bürgermeisterin Rike Schiele (Grüne). Die hatte seit der ersten Entscheidung vor etwas mehr als zweieinhalb Jahren in Sachen Aufstellflächen immer wieder nachgehakt. Der Grund: „Es sind alles Zubringer zu Kindergärten und Schulen.“

Fraktionskollege Markus Brüstle, der das von Verkehr in Mobilität umbenannte Referat innehat, betonte, dass es sich zunächst lediglich um einen Versuch handele. „Für Radfahrer und Fußgänger ist es positiv“, befand Gertrud Merkert (SPD). Ulrich Bode (FDP) konnte sich mit den Flächen insofern anfreunden, als die Roggensteiner Allee für die Verkehrsteilnehmer sowieso ein Hindernisparcours sei.

Verkehrsfluss der Autofahrer gestört

Die große Beeinträchtigung für Autofahrer sprach die CSU-Fraktion an. „Es stört den Verkehrsfluss und mindert die Übersichtlichkeit“, argumentierte Sprecherin Celine Lauer. Von Scheinsicherheit sprach der Vize-Bürgermeister Josef Spiess. Michael Wölfl regte an, lieber zwei Zebrastreifen auf die Straße zu malen.

Bauamtsleiter Andreas Troltsch stellte wiederum klar, dass man eben gerade bei Zebrastreifen offiziell von Scheinsicherheit sprechen könne. Und Bürgermeister Peter Münster (FDP) wies darauf hin, dass eine ausreichend hohe Nutzung durch verschiedene Verkehrsteilnehmer vorliegen müsse. In mindestens einer Stunde am Tag müssen mindestens 50 Fußgänger und 200 Fahrzeuge die Stelle queren. Deswegen war im Herbst 2018 etwa ein Zebrastreifen an der Schulstraße aufgelöst worden, obwohl er zu einer der Grundschulen führte.

Weitere Nachrichten aus der Gemeinde Eichenau finden Sie hier.

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