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Haben gut grinsen: Die besten drei Entwürfe beim Graffiti-Wettbewerb stammen von (v.l.) Lukas Wendling, Paul Feldmann und dem siegreichen Justus Körtgen.

Eichenau

Graffiti-Wettbewerb: Sie sind die Besten mit der Spraydose

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Ein Hase, den man aus dem Film „Alice im Wunderland“ kennt, der zur S-Bahn in Eichenau hetzt: Das Siegermotiv offenbart einen Einblick, wie kreativ die Teilnehmer des Graffiti-Wettbewerbs bei ihren Entwürfen waren. Das soll belohnt werden: An ausgewählten Wänden wird es richtig bunt werden in der Gemeinde.

Eichenau Der Drittplatzierte Lukas Wendling wüsste da schon einen Ort, denn er hat neben Graffitis noch eine andere Leidenschaft: Handball. Zwei- bis dreimal in der Woche ist er beim Training des Eichenauer SV in der Budriohalle. Dort würde er sein Werk, das das Pfefferminzmuseum, ein Kleinod mit überregionalem Bekanntheitsgrad, zeigt, gerne hinsprühen.

Ein Eichenauer Motiv war zwar erwünscht, aber nicht zwingend erforderlich für den Graffiti-Wettbewerb, der bereits zum zweiten Mal stattfand. Insgesamt gab es diesmal sieben Teilnehmer. „Sie hatten alle sehr tolle und originelle Ideen. Das soll belohnt werden“, sagt Verwaltungsleiter Alexander Messner. Er gehört der Jury an, die außerdem aus Bürgermeister Peter Münster, Kulturreferentin Celine Lauer, Jugendreferent Andreas Zerbes, Jugendzentrumsleiter Hüseyin Mentes sowie Graffítikünstler Melander Holzapfel besteht.

Am Ende des Entscheidungsprozesses war klar: Neben den drei Besten sollen auch die Entwürfe von Fabian Dierksheide, Thorsten Partele, Lucie Steinert und Melanie Unterweger Verwendung finden. Die insgesamt sieben Künstler dürfen ihre Entwürfe an dafür ausgewählte Wände sprühen. Dies soll im Rahmen des Eichenauer Gemeindefestes zwischen dem 28. und 30. Juni geschehen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Der Gewinner überzeugte die Jury mit einem Hasen, den man aus dem Film „Alice im Wunderland“ kennt („Ich komm zu spät, ich komm zu spät“) und der zu einer S-Bahn in Eichenau hetzt.

Gleich neben dem Kunstwerk vom Handballer Wendling könnte das vom Zweitplatzierten Paul Feldmann stehen. „Lässig wär’s schon an der Budriohalle“, sagt er. Er hat sich in seinem kreativen Spray-Prozess mehr auf den Schriftzug Eichenau konzentriert, die Gemeindefarben grün eingebaut und rosa Elemente im Hintergrund platziert: „Wegen des fetten Kontrasts.“

Der Sieger des Wettbewerbs, Justus Körtgen, hat sich hingegen beim Standort noch nicht festgelegt. Sein gesprühtes Bild zeigt einen Hasen wie in Alice im Wunderland, der zur Eichenauer S-Bahn hetzt. Ob sein Werk nun hinter der Friesenhalle an den Garagen oder nahe der Budriohalle an den Fahrradständern zu bewundern sein wird, ist für Körtgen weniger von Belang. Beide Standorte, die von der Gemeinde ausgewählt worden sind, seien für einen Graffitikünstler sehr geeignet. Auch als Visitenkarte für ihn selbst. Körtgen will Kunst studieren.

Ebenfalls zufrieden ist der Polizeibeamte Peter Schamberger aus der seit 1. März für Eichenau zuständigen Inspektion in Germering. „So wird Kunst klar getrennt von Schmierereien“, betonte er. Letztere würden der Polizei nur Arbeit machen.

Bereist 2017 hatten die Gemeinde Eichenau und auch die Polizei gute Erfahrungen mit dem damals erstmals organisierten Contest gemacht. Seinerzeit waren drei Bushäuschen an der Roggensteiner Allee, Allinger Straße und Hauptstraße gestaltet worden. „Es war ein Erfolg vor allem in der Außenwirkung“, sagt Mentes vom örtlichen Jugendzentrum. Es habe viele positive Rückmeldungen gegeben, selbst von Bürgern. Das habe Mut gemacht für eine Neuauflage in 2019. Dass ein dritter Graffitis-Wettbewerb stattfinden wird, gilt ebenfalls als sehr wahrscheinlich.

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