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Rot ist derzeit noch die vorherrschende Farbe am Supermarkt in der Eichenauer Hauptstraße. Doch das wird sich ändern. Der Edeka-Konzern hat Tengelmann übernommen. Die Filiale wird zum Edeka – inklusive gelb-blauer Beflaggung. 

Einkaufen im Ortszentrum

Supermarkt bleibt, wird aber zu Edeka

Gute Nachrichten für die Eichenauer: Einkaufen in der Ortsmitte wird auch künftig möglich sein. Allerdings müssen sich die Kunden an einen anderen Supermarkt-Namen und ein verändertes Sortiment gewöhnen.

Eichenau – Noch prangt der rote Schriftzug „Tengelmann“ weithin sichtbar in der Hauptstraße, obwohl „Tengelmann“ eigentlich nicht mehr dahintersteht. Schließlich hat Edeka die verlustreiche Supermarktkette gekauft.

Nach der vertraglich besiegelten Übernahme wird der neue Besitzer Technik und Sortiment des Marktes in der Starzelbachgemeinde nach und nach umstellen, teilt die Pressestelle der Edeka Handelsgesellschaft Südbayern auf Tagblatt-Nachfrage mit. „Die für die Kunden sichtbare Umflaggung wird voraussichtlich zwischen September und Dezember 2017 erfolgen“, hieß es.

Bürgermeister Peter Münster (FDP) bestätigte das. „Die Einkaufsmöglichkeit in der Ortsmitte wird bleiben.“ Damit wird es ab 2018 zwei Edeka-Filialen in der Starzelbachgemeinde geben: die in der Hauptstraße im Zentrum und die an der Ecke Haupt-/Allinger Straße. Wann genau aber die neue Filiale im Süden der Gemeinde ihren Betrieb aufnimmt, konnte Edeka nicht sagen, so Münster. „Edeka ist auch nicht verpflichtet, sich uns gegenüber zu erklären.“

Für den Konzern ist es nichts Ungewöhnliches, dass es zwei Filialen relativ nah beieinander gibt. „Es ist keine Seltenheit, dass sich in der näheren Umgebung oder in derselben Straße zwei oder mehr Märkte befinden und erfolgreich betrieben werden“, so eine Unternehmenssprecherin.

Von Schließungsplänen im Ortszentrum ist jedenfalls nicht die Rede. Die Aufrechterhaltung der Märkte habe „oberste Priorität“, versichert Edeka – auch im Falle Eichenaus. In Bad Tölz und Lenggries etwa, wo ebenfalls Tengelmann-Filialen übernommen wurden, sind derzeit jedenfalls keine personellen Änderungen vorgesehen.

Neue Edeka-Standorte, die durch die Übernahme entstehen, müssen mindestens fünf Jahre von Edeka Südbayern selbst betrieben werden. Dies entspricht der Voraussetzung zur Übernahme, die der frühere Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel im Herbst 2016 ausgesprochen hatte.

In Eichenau waren im Rahmen der Diskussionen um den Edeka-Neubau im Süden der Gemeinde immer wieder Bedenken aufgekommen, ob und wie die Tengelmann-Filiale in der Ortsmitte bestehen bleibt. Viele hatten einen Wegfall der Einkaufsmöglichkeit im Norden Eichenaus befürchtet, insbesondere für die Senioren. Ein Bürgerentscheid im Sommer 2015 fiel zugunsten des Neubaus aus. Zudem hatte ein von der Gemeinde in Auftrag gegebenes Gutachten ausreichend Kaufkraft bescheinigt. Der Netto, ebenfalls in der Hauptstraße, ist ein Tochter-Unternehmen von Edeka.

Von Hans Kürzl

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