Daumen hoch: Ulrich Bode will vor allem Steuer- und Sozialpolitik reformieren.
+
Daumen hoch: Ulrich Bode will vor allem Steuer- und Sozialpolitik reformieren.

Bundestagswahl

Dieser Eichenauer soll für die FDP als Bundestagskandidat antreten

Ein Jahr vor der nächsten Bundestagswahl steht der erste Wahlkreis-Bewerber so gut wie fest.

Landkreis – Nach einer Empfehlung des Brucker FDP-Kreisvorstandes soll sich der Eichenauer Gemeinde- und Kreisrat Ulrich Bode um das Direktmandat für die Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck (ohne Germering) bewerben. Das letzte Wort hat eine gemeinsame Mitgliederversammlung der Liberalen aus beiden Kreisen Anfang Oktober. Ein Gegenkandidat ist allerdings nicht in Sicht.

„Ich hatte eigentlich gedacht, ich wäre mit meinen Kandidaturen durch,“ sagte der 58-jährige IT-Berater bei einem Pressegespräch in Puchheim. Er hat bereits für den Bezirks- und für den Landtag kandidiert, auch seiner Bewerbung um den Landratsposten im vergangenen März blieb der Erfolg versagt. Bode sieht aber gerade bundespolitisch jetzt die Notwendigkeit für grundlegende Änderungen, etwa in Steuer- und Sozialpolitik. „Die Ränder werden stärker, weil die politische Mitte ihre Hausaufgaben nicht macht,“ sagte er. Und gerade die Liberalen habe der „Mut verlassen, Reformen voranzutreiben“. Was auch in der Mitgliedschaft für erheblichen Unmut sorge.

Eines der vernachlässigten Themen ist nach seiner Auffassung die Neugestaltung der sozialen Sicherungssysteme, darunter ein fast bedingungsloses Grundeinkommen, bei dem nur Arbeitseinkünfte verrechnet würden. Auch die Möglichkeit, durch steuerliche Eigenheimzulage oder Einheimischen-Modell wieder einfacher Wohneigentum zu schaffen, gehört zu seinen Anliegen. „Ein Taxifahrer konnte in den Siebziger Jahren noch eine Eigentumswohnung zusammensparen. Heute nicht mehr.“

Der Grund für die frühe Nominierung ist die Aufstellungsversammlung der bayerischen FDP schon im November. Bode, ehemals Generalsekretär der Liberalen im Freistaat, rechnet für sich selber mit einem Listenplatz zwischen zehn und zwanzig. Als Direktkandidat hat er kaum Chancen, nach Berlin zu kommen. Sein Vorgänger vor vier Jahren, Andreas Schwarzer, holte 5,1 Prozent der Stimmen.

Weitere Nachrichten aus der Gemeinde Eichenau finden Sie hier.

Olf Paschen

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare