+++ Eilmeldung +++

Krise bei Schalke 04: David Wagner entlassen

Krise bei Schalke 04: David Wagner entlassen
Manfred Dietrich und das erste Tanklöschfahrzeug der Eichenauer Feuerwehr.
+
Gleiches Dienstalter: Manfred Dietrich und das erste Tanklöschfahrzeug der Eichenauer Wehr. Beide haben ihren „Dienst“ 1971 begonnen.

Er erlebte kuriose Einsätze

Nach 49 Jahren - Urgestein der Feuerwehr sagt Servus

  • vonHans Kürzl
    schließen

Seit 99 Jahren gibt es die Freiwillige Feuerwehr Eichenau. Fast die Hälfte der Zeit – 49 Jahre – ist Manfred Dietrich mit dabei. Nun hat der 65-Jährige aufgehört.

Eichenau – „Ich habe meine Pflicht für die Allgemeinheit getan“, sagt Manfred Dietrich. Nicht nur, dass er bei vielen Einsätzen mit dabei war. Er war auch maßgeblich an der Planung und Verwirklichung des neuen Feuerwehrhauses an der Tannenstraße beteiligt. Als gelernter Bauzeichner brachte er hierfür auch gute Voraussetzungen mit. Zudem war der 65-Jährige 39 Jahre im Bauamt der Gemeinde tätig. Wenn man genau hinhört, merkt man, dass Dietrich stolz auf sein Mitwirken beim Feuerwehrhaus ist – dem Kraftakt der Gemeinde, wie es der damalige Bürgermeister Hubert Jung bei der offiziellen Einweihung vor neun Jahren genannt hat.

Seit 1971 ist Dietrich bei der Eichenauer Feuerwehr. Ein Freund hat ihn dorthin mitgenommen. Hinzu kam Dietrichs technisches Interesse. „Das hat nie nachgelassen“, betont er. Ebenso wenig der Ehrgeiz, die Anliegen sowie die Förderung der Brandhelfer in die Öffentlichkeit zu bringen. So hat Dietrich, der drei erwachsene Kinder hat, immer wieder Führungen für Grundschulklassen gemacht.

Sein spektakulärster Einsatz. Der Brand der Aumühle

Seine technischen Fähigkeiten in Kombination mit seinem Engagement brachten ihn zwischen 1986 und 1995 auf die Position des stellvertretenden Kommandanten. In diese Zeit fiel wohl einer der spektakulärsten Einsätze von Dietrich: Der Brand der Aumühle in Fürstenfeldbruck am 21. März 1989. „Wir haben verkohlte Teile und Staubteilchen auf die Motorhaube bekommen, da waren wir noch gar nicht mal ganz dort“, erinnert er sich an jene dramatische Abend- und Nachtstunden. Nach dem Brand musste das Gebäude unter Aufrechterhaltung der Architektur wieder aufgebaut werden.

So groß die Schlagzeilen damals waren, wichtiger sind Dietrich die kleinen Einsätze: „Wo wir noch rechtzeitig eingetroffen sind und helfen und retten konnten.“ Aber auch kuriose Einsätze hat der Feuerwehrmann erlebt.

Vermeintliche Schlange entpuppt sich als Gartenschlauch

Schlangenalarm hieß es einmal, als die Telefonzelle in der Hauptstraße gegenüber der Post noch stand. Unter das gelbe Häuschen habe sich ein Tier mit gelber gezackter Musterung verkrochen, so die Meldung. „Ich bin mit einem Kameraden vorsichtig ran“, erinnert sich Dietrich. „Doch es war ein Stück Gartenschlauch.“

Bisweilen braucht es auch Glück – wie im Jahr 1990, als die Stürme Vivian und Wiebke tobten. Im Korb der Drehleiter stehend, krachte ein Ast auf Dietrichs Unterarm. Dadurch geriet dieser in die Kettensäge. Nur der Einsatzhandschuh verhinderte Schlimmeres. Zurückgeblieben sind ein paar Narben.

Eines hat Dietrich all die Jahre immer besonders an der Feuerwehr gefallen: die Kameradschaft. All die Jahre hindurch hätten immer wieder die Jungen von der Erfahrung der Älteren profitiert.

Die Eichenauer Wehr lässt ihn nicht los

Mit Hund Jago und in Uniform: Dietrich im Jahr 1987.

Bereits im März war der 65-Jährige mit dem Silbernen Ehrenkreuz des Bayerischen Feuerwehrverbandes ausgezeichnet worden. „Wegen der besonderen Verdienste und Leistungen auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens“, wie es zur Begründung hieß.

Doch so richtig verabschiedet sich Dietrich nicht von der Eichenauer Wehr. Er hat deren Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes mitgeschrieben, viele Jahresberichte und die Chronik verfasst. Darauf lässt sich zurückgreifen, wenn die Feuerwehr in der Starzelbachgemeinde ihr „Hundertjähriges“ feiert.

Entspannung sucht Manfred Dietrich in seinem Kleingarten, den er gemeinsam mit seiner Frau Karin hegt und pflegt. Ansonsten geht er gerne wandern und im Wald spazieren. „Das gibt Ruhe und Kraft und Zufriedenheit.“ Und er fügt hinzu: „Ich würde alles wieder so machen.“

Weitere Nachrichten aus der Gemeinde Eichenau finden Sie hier.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Corona-Maßnahmen werden verschärft: Maskenpflicht in Schulen – Aus für Bürgerversammlungen
Corona-Maßnahmen werden verschärft: Maskenpflicht in Schulen – Aus für Bürgerversammlungen
Grenzwert bald erreicht: Landratsamt ordnet Maskenpflicht im Unterricht an
Grenzwert bald erreicht: Landratsamt ordnet Maskenpflicht im Unterricht an
Gericht hat entschieden: Gröbenzeller Rollstuhlfahrerin muss Terrasse zurückbauen
Gericht hat entschieden: Gröbenzeller Rollstuhlfahrerin muss Terrasse zurückbauen
Blaulichtticker für die Region FFB: Mehr als 45 Stundenkilometer zu schnell
Blaulichtticker für die Region FFB: Mehr als 45 Stundenkilometer zu schnell

Kommentare