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Das Eichenauer Rathaus.

Gebäude platzt aus allen Nähten

Eichenauer erwägen Rathaus-Umzug

Seit 51 Jahren steht das Eichenauer Rathaus am Hauptplatz. Lange schon ist es dort zu eng, manche Büros sind bereits ausgelagert. Der Umzug des Amperverbandes nach Geiselbullach könnte Entlastung bringen.

Eichenau– Dass das Rathaus an seine Grenzen stößt, wurde der Öffentlichkeit erst so richtig bewusst, als Personalreferentin Gertrud Merkert (SPD) vor einem Jahr auf die Raumnot aufmerksam gemacht hatte. Zudem hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Diskussionen gegeben, den bestehenden Rathausbau zu erweitern oder das Dachgeschoss auszubauen. Auch aus Kostengründen wurde dies jedoch verworfen.

Doch trotz der Modernisierung des Sitzungssaales für knapp 180 000 Euro im Sommer 2016 und Umbaumaßnahmen für etwa 26 000 Euro im vergangenen Jahr hat sich daran kaum etwas geändert. Die Mitarbeiter der 2017 neu eingerichteten Stelle für Wirtschaftsförderung sind zum Beispiel in angemieteten Räumen der KommEnergie untergebracht.

Das sei kein Idealzustand, hatte Bürgermeister Peter Münster (FDP) bereits im Rahmen der Haushaltsberatungen eingeräumt. Auch der Gemeinderat hatte sich dahingehend geäußert, dass eine Verwaltung im Sinne der Bürger nicht zu sehr ausein- andergerissen werden sollte.

Durch den Neubau des Verwaltungsgebäudes des Amperverbandes (AV), der noch in der Bahnhofstraße ansässig ist und im Dezember nach Geiselbullach umzieht, tut sich für die Gemeindeverwaltung eine Chance auf. Bürgermeister Münster versicherte dem Tagblatt auf Nachfrage: „Ja, wir bekunden Interesse an einer Nachnutzung des AV-Gebäudes.“

Die Überlegungen befänden sich zwar noch im Anfangsstudium, doch einen Vorteil hätte das Haus für Münster: „Es ist bereits ein Verwaltungsgebäude.“ Räumlich müsse man da wohl nicht allzu viel ändern. In welchem Umfang der Umzug stattfinden soll ist noch unklar – ebenso, ob die Sitzungen des Gemeinderates dann weiter im „alten“ Rathaus abgehalten werden.

Thomas Mösl als Geschäftsleiter des Zweckverbandes bestätigte die Anfrage Eichenaus: „Die Gemeinde gehört zum Kreis der Bewerber.“ Allerdings hätten bereits mehrere Firmen aus der Region ihr Interesse angemeldet. Konkret sei noch nichts, so AV-Geschäftsleiter Mösl. Derzeit werde von einem unabhängigen Institut der Wert der Büroräume geprüft. Danach werde der Verbandsausschuss, dem die Bürgermeister der zehn Mitgliedsgemeinden aus den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Starnberg angehören, entscheiden.

Gegenüber unserer Zeitung gab Mösl an, dass die Räumlichkeiten voraussichtlich Ende des ersten Quartals 2019 zur Verfügung stünden. Bis dahin soll der Umzug der AV-Verwaltung von Eichenau in das neue Gebäude in Geiselbullach abgeschlossen sein. Dessen Neubau liegt weiter im Zeitplan, so dass mit der Fertigstellung im Dezember gerechnet wird. (hk)

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