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Von Höhe der Rabenstraße soll die Forststraße als Fahrradstraße ausgewiesen werden. 

Einstimmig beschlossen

Eichenauer Gemeinderat wünscht sich hier eine Fahrradstraße

  • vonHans Kürzl
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Entlang der Forststraße, Budrioallee und Walter-Schleich-Straße in Eichenau soll eine Fahrradstraße eingerichtet werden.

Eichenau – Dafür sprach sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung nach intensiver Diskussion aus. Allerdings ist der einstimmig gefasste Beschluss erst einmal eine Willenserklärung.

Die Straßenverkehrsbehörde im Landratsamt Fürstenfeldbruck muss erst entscheiden, ob die geplante Strecke überhaupt die Voraussetzungen für eine Fahrradstraße erfüllt. Dazu gehört zum Beispiel, dass der Fahrradverkehr den Autoverkehr überwiegt oder zumindest überdurchschnittlich häufig vertreten ist. Eine Verkehrszählung könnte das bestätigen, wie die CSU-Fraktion, die den entsprechenden Antrag einbrachte, festhielt. Bürgermeister Peter Münster (FDP) entgegnete, dass das Landratsamt diese sowieso schon angeordnet habe.

Gesamte Strecke als Fahrradstraße geeignet?

Elmar Ströhmer (FW) zeigte sich zuversichtlich: „Die Forststrecke ist zweifellos geeignet.“ Allerdings gelte dies nicht für den gesamten Streckenverlauf, wie der Bürgermeister zu Bedenken gab.

Die Budrioallee entlang des Sportzentrums könnte womöglich herausfallen, so Münster. CSU-Gemeinderat Hans Hösch bestand aber darauf, die gesamte Strecke in den Beschluss aufzunehmen. CSU-Fraktionsvorsitzende Celine Lauer legte noch nach: „Wir als Gemeinderat sind ein Gremium, das auch solch eine Absichtserklärung abgeben darf.“

Nicht zum ersten Mal gab es eine kontroverse Debatte

Lauer reagierte damit auf den Einwand des Bürgermeisters, der Gemeinderat sei für die Ausweisung von Fahrradstraßen gar nicht zuständig. Wenn das Landratsamt grünes Licht gebe, sei es dann seine Sache als Bürgermeister, Fahrradstraßen anlegen zu lassen. Dies sie eine Frage des Rechts. „Darüber werde ich mich auch jetzt nicht hinwegsetzen“, betonte das Gemeindeoberhaupt.

Nicht zum ersten Mal waren Gemeinderat und Bürgermeister bei den Fahrradstraßen deutlich unterschiedlicher Meinung. Im November vergangenen Jahres und heuer im Januar hatte Eichenaus Bürgervertretung sogar die Ausführungen des Landratsamt ignoriert.

Der Gemeinderat hatte damals Bürgermeister Münster sogar mangelnde Neutralität vorgehaltem, weil dieser der Kreisbehörde seine Rechtsauffassung vorab mitgeteilt hatte. Dieser Vorwurf klang durchaus auch in der aktuellen Diskussion immer wieder durch. 

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