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Noch ist der Schulsportplatz an der Friesen straße witterungsbedingt nicht bespielbar. Doch bald soll er auch für die Allgemeinheit zur Verfügung stehen.

Areal an der Friesenstraße

Eichenauer Schulsportplatz soll für alle offen sein

Im dritten Anlauf hat es für die SPD-Fraktion geklappt. Der Schulsportplatz an der Friesenstraße soll nachmittags öffentlich genutzt werden können. Von Seiten der Schule ist man weniger begeistert.

Eichenau– Der Schule wurde quer durch alle Parteien und auch von Bürgermeister Peter Münster (FDP) vorgehalten, den eigenen Platz kaum für schulische Zwecke zu nutzen. Ebenso wenig finden in Eichenau Bundesjugendspiele statt, wie Sportreferent Elmar Ströhmer (FW) den Gemeinderäten mitteilte.

Die überschaubare Nutzung ist für Jugendreferent Andreas Zerbes und seine SPD-Fraktion Grund, den Antrag nach zwei Anläufen in 2011 wieder in den Gemeinderat zu bringen. „Es ist nicht verständlich, dass wir Unterhaltskosten zahlen und der Platz trotzdem nur spärlich genutzt wird.“ Zudem würden Kinder jetzt schon ohne Erlaubnis auf dem Gelände Fußball spielen. Das könne man mit einer Öffnung in geordnete Bahnen lenken, so Zerbes.

So soll nun der Sportplatz an der Friesenstraße wochentags von 15 bis 19 Uhr von Kindern bis 14 Jahren genutzt werden dürfen. Lediglich an einem Tag in der Woche müsste wegen des Trainings des Eichenauer SV für das Sportabzeichen früher geschlossen werden.

Bedarf sieht die SPD-Fraktion aus zwei weiteren Gründen. Die anderen Bolzplätze befinden sich zum einen alle im Westen der Gemeinde. „Es wäre also für Kinder im Osten eine wohnortnähere Möglichkeit, Fußball zu spielen.“ Zum anderen befindet sich insbesondere der Platz an der Budrioallee in einem unattraktiven Zustand. „Es ist mehr Maulwurfgelände wie Bolzplatz“, stellte Gertrud Merkert (SPD) fest.

Mit dem Beschluss für die Öffnung soll die Verwaltung bestehende rechtliche Bedenken prüfen, die Lärmschutz und Haftung betreffen. Bei der Nutzung von unter 14-Jährigen sei die Problematik zu vernachlässigen, hieß es von der Verwaltung. Die SPD will die Öffnung außerdem in enger Abstimmung mit der Schulleitung durchführen.

Doch Gudrun Simon, Rektorin der Starzelbachschule, zeigte bereits 2011 massive Bedenken gegen eine Öffnung. „Wenn der Platz öffentlich gemacht wird, wird es mit Sicherheit mehr Sachschäden geben und es wird sich Müll wie etwa Flaschenscherben ansammeln“, hieß es damals in der Stellungnahme der Schule. Auch der Hausmeister hätte erhebliche Mehrarbeit zu leisten.

Aktuell nahm Gudrun Simon auf Nachfrage unserer Zeitung hin nicht Stellung. Äußerungen im Gemeinderat lassen jedoch darauf schließen, dass sich an der Haltung der Rektorin nichts geändert hat. Danach hatte es im Gremium geheißen, die Schule befürchte durch eine Öffnung Schäden. Der Platz müsse jedoch zu den Schulzeiten unbeschädigt zur Verfügung stehen.

Von Hans Kürzl

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