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Eichenaus Volkshochschule ringt um Existenz

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Die Eichenauer Volkshochschule (VHS) hat zu wenig Stunden, um Zuschüsse zu erhalten – trotz des Verbundes mit Mammendorf und Moorenweis. Die Gemeinde und die VHS suchen nun nach einem Rettungsanker.

Eichenau – Rund 28 000 Doppelstunden leistet die Volkshochschule in Eichenau derzeit. 2000 zu wenig, um vom bayerischen Dachverband Zuschüsse zu erhalten. Und das, obwohl man bereits mit der Mammendorfer VHS einen formalen Verbund eingegangen ist und sich Moorenweis wiederum an Mammendorf angeschlossen hat.

In der Novembersitzung des Gemeinderates berichtete zwar Bürgermeister Peter Münster (FDP) davon, dass man erste Kontakte mit anderen VHS-Einrichtungen des Landkreises aufgenommen habe. Dennoch sah sich Münster veranlasst, ein eher düsteres Bild zu malen. „Wir sollten uns auch darauf einstellen, dass wir im Ort keine VHS mehr haben.“

Vor dem Hintergrund, dass die VHS offensichtlich um jede Stunde kämpfe, erinnerte Sportreferent Elmar Ströhmer (FW) daran, dass die Einrichtung beim Wettbewerb um Übungsleiter bei Sportangeboten durchaus in Konkurrenz zu den örtlichen Vereinen trete.

Bereits Anfang 2017 hatte Ströhmer der VHS vorgeworfen, sie werbe dringend benötigte Trainer ab. Deren Geschäftsführerin Charlotte Mosebach wies die Vorwürfe zurück. Auch Rathauschef Münster hatte damals angedeutet, die VHS könne etwas aus ihrem Sportangebot herausnehmen. Davon war in der aktuellen Diskussion um den Erhalt der VHS in Eichenau keine Rede mehr.

Ein aktuelles Problem ihrerseits sieht VHS-Geschäftsführerin Mosebach darin, dass in der Gemeinde zu wenig Räumlichkeiten zur Verfügung stünden und man auch deshalb das Stundenangebot nicht erweitern könne. „Wir müssen immer wieder Leute wegschicken“, sagt sie auf Tagblatt-Nachfrage.

Dennoch zeigte sich Mosebach zuversichtlich, dass die Einrichtung in Eichenau fortbestehen könne. Die Gespräche, die mit anderen Gemeinden und deren Bürgermeistern zwischenzeitlich geführt worden seien, hätten sich ihres Erachtens nach sehr positiv entwickelt.

Um Spielraum für eine Entscheidung zu haben, hatte man zu Alling, Emmering, Maisach und Olching Kontakt aufgenommen. „Das Szenario, dass kein größerer Verbund entsteht, ist nicht denkbar“, so Mosebach. Der neue Verbund sollte sich aber 2019 gebildet und die erweiterten Angebote bereits präsentiert haben.

Nur so sei der Zuschuss durch den bayerischen Dachverband der VHS gewährleistet, der laut Mosebach im mittleren vierstelligen Bereich liegt. „Das klingt nicht viel, aber es ist ein wertvoller Betrag.“

Bürgermeister Münster bestätigte den guten Verlauf der Gespräche. Es sei nicht mehr so schlimm, wie er es ursprünglich befürchtet habe. „Wir werden diese Kuh wohl vom Eis bringen“, so Münster abschließend.

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