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Energie sparen im Kleinen wird gefördert

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Gasheizung
Gasheizung (Symbolbild) © IMAGO/David Inderlied

Energiekosten, die durch die Decke gehen und die Bürger belasten. Da gilt es, jede Möglichkeit zur Einsparung zu nutzen. Der Eichenauer Gemeinderat hat nun beschlossen, auch kleinere Maßnahmen im Wärmebereich zu fördern.

Eichenau – Der Krieg in der Ukraine, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern – für die Grünen Grund genug, einen Antrag zu stellen, der zunächst ein wenig sperrig klingt: Förderung von Heizungs-Optimierungsmaßnahmen. Dahinter verbirgt sich Folgendes: Die Gemeinde soll kleinere Maßnahmen, wie den Einbau von intelligenten Thermostaten, finanziell unterstützen. Der Gemeinderat stimmte für den Antrag und bewilligte 40 000 Euro mit 17:5 Stimmen. Eine Arbeitsgruppe soll nun die Details klären. Die Umsetzung ist dann für Anfang kommenden Jahres geplant.

Die Summe entspricht dem Antrag der Grünen, die diesen allerdings bereits Mitte April der Gemeinde vorgelegt hatten. „Die Situation hat sich nun halt erheblich verschärft“, übte Umweltreferentin Marion Behr (Grüne) Kritik an der Verzögerung und drängte daher auf eine Entscheidung innerhalb der jüngsten Sitzung. Dann könne man die Bevölkerung in Eichenau schneller unterstützen.

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In ihrem Antrag hatten die Grünen unter anderem darauf hingewiesen, dass rund die Hälfte der Energie in Deutschland für die Wärmeversorgung von Gebäuden genutzt werde. Nur etwa 15 Prozent davon würden regenerativ erzeugt. „Der Fördertopf soll die Wärmewende in der Gemeinde unterstützen und Anreize schaffen“, so Behr. So könnte laut dem Antrag etwa eine Wärmepumpe mit bis zu 1500 Euro gefördert werden. 500 Euro an Zuschuss schlägt die Fraktion für eine Solarthermieanlage vor, die der Warmwasseraufbereitung dient.

Info-Angebote

Darüber hinaus soll es Beratungs- und Informationsangebote zu Energiethemen und Einsparung durch die Gemeinde geben. Für deren Organisation und Umsetzung hatte Carolin Speth als zuständige Sachbearbeiterin 500 Euro jährlich vorgeschlagen. „Das reicht bei Weitem nicht aus“, monierte Markus Hausberger (Grüne) und fand Unterstützung bei Energiereferent Stefan Perras (CSU). Der wies noch darauf hin, dass Beratungstermine bei der Komm-Energie bis Jahresende ausgebucht seien. Letztendlich einigte man sich darauf den Betrag auf jährlich 2500 Euro aufzustocken.

In ihrem Antrag hatten die Grünen auch angeführt, dass die Förderung für Photovoltaikanlagen stark nachgefragt gewesen sei. Ab Oktober 2020 war eine Antragstellung für die Förderung von Solarthermie, Photovoltaik und Speichersystemen bei der Gemeinde Eichenau möglich. Dafür standen 2021 Mittel in Höhe von 40 000 Euro zur Verfügung. Mehr als 30 Förderanträge wurden positiv geprüft, so dass das Budget schnell aufgebraucht war.

Allerdings wies Gertrud Merkert (SPD) darauf hin, dass bei den Photovoltaikanlagen durchaus Luft nach oben bestehe. So seien in Eichenau erst rund fünf Prozent der Dächer mit entsprechenden Anlagen ausgestattet. Für Gewerbereferent Markus Wendling (FW) Grund genug, darauf hinzuweisen, dem Thema Energie einsparen große Bedeutung beizumessen und alle Möglichkeiten zu nutzen. „Deswegen sollten wir die Gelder in den nächsten Haushalt einstellen.“ Man erspare sich dadurch im kommenden Jahr viele Diskussionen.

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