Dagegen Mangel an Krippenplätzen

Entspannung beim Thema Schülerbetreuung

Eichenau – Im Vorjahr galt die Schülerbetreuung noch als das große Sorgenkind. Heuer ist es eher die Krippenbetreuung. Das zeigt die jüngste Zwischenbilanz. 

Die Bereitstellung von Kinderbetreuungsplätzen gestaltet sich für die Gemeinde äußerst schwierig. Anmeldezahlen ändern sich ständig, die Bedürfnisse von Eltern auch. Was bleibt, ist der Personalmangel. Das zeigt die jüngste Zwischenbilanz in Eichenau.

Noch im Vorjahr galt die Schülerbetreuung als das große Sorgenkind. So fehlten beim Mittagstisch zwei Gruppen. Das brachte Bewegung in die Planungen. Eine Erweiterung der Starzelbachschule etwa soll mit zur Entspannung der Situation beitragen. Heuer könnten nun voraussichtlich fast alle angemeldeten Mädchen und Buben untergebracht werden, sagte Bianca Dittrich von der Verwaltung in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Entwarnung wollte Dirk Flechsig (CSU) nicht geben. „Aber die Zahlen geben uns etwas Luft bei der Planung.“

Mehr Druck gibt es aktuell im Krippenbereich. Dort wies Dittrich darauf hin, dass Bedarf für mindestens eine weitere Gruppe besteht, derzeit aber keine geeigneten Räume zur Verfügung stünden. Ein weiteres Problem sei, dass einige Eltern auf bestimmte Einrichtungen fixiert sind. So liegen allein für die Vorkindergartengruppen der evangelischen Kirche acht Anmeldungen vor, die nur dort einen Platz wünschen. Martin Eberl (SPD) betonte, dass es zwar einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz gebe. „Nicht aber den auf einen Platz in einer bestimmten Einrichtung.“

Flechsig informierte in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Nachbarschaftshilfe, dass die Nachfrage nach einer Betreuung für zwei oder drei Tage wieder ansteige. Bürgermeister Hubert Jung (CSU) kündigte an, dass die Gemeinde unter anderem mit dem Brucker Forum wegen der Einrichtung einer solchen Gruppe Gespräche führen werde.

Kindergartenplätze stehen im Ort ausreichend zur Verfügung, auch unter Einbeziehung von Neubürgern und angemeldeten Flüchtlingskindern. Eine genaue Planung und Belegung ist jedoch schwierig. So kann weder die Zahl der knapp unter Dreijährigen, die rechnerisch wegen des Betreuungsaufwandes zwei Plätze belegen, noch die Zahl der Schulanfänger oder Rückstellungen genau eingeschätzt werden.

Dennoch war Verwaltungsleiter Alexander Meßner insgesamt zufrieden: „Es zeigt, dass wir mit unseren Maßnahmen in die richtige Richtung gehen.“ Was bleibt ist der Personalmangel. Es koste viel Mühe, die geforderten Betreuerzahlen zu erfüllen.

von Hans Kürzl

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