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Fachschule für Kinderpflege gegen Betreuer-Mangel

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Von: Hans Kürzl

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Eine Fachschule für Kinderpflege ist angedacht. © dpa / Monika Skolimowska

Eichenaus und Germerings Bürgermeister wollen mit einer Ausbildungsstätte mehr Personal für Kinderbetreuung anlocken.

Eichenau/Germering – Fachpersonal für Kinderbetreuung ist knapp. Bei jeder Debatte in Gemeinde- oder Stadträten, in denen es um das Thema Kindertagesstätten geht, ist das zu spüren. Vor Ort ausbilden ist mittelfristig eine Idee, die jüngst Eichenaus Bürgermeister Peter Münster (FDP) im Gemeinderat zur Sprache brachte. Er warb für eine Fachschule für Kinderpflege, die im Landkreis Fürstenfeldbruck angesiedelt ist. Als Standort kann sich Münster die frühere Landwirtschaftsschule an der Bismarckstraße in Fürstenfeldbruck vorstellen.

Im Anfangsstadium

Allerdings befindet sich die Idee erst im Anfangsstadium. Denn ein Gespräch dazu führte Münster bislang nur mit Germerings Oberbürgermeister Andreas Haas (CSU). Der bestätigt den Kontakt mit seinem Eichenauer Amtskollegen, spricht aber lediglich von ersten Annäherungen an das Thema.

Gleichwohl müsse man es im Auge behalten, so der Germeringer OB. „So eine Fachschule für Kinderpflege zu schaffen ist sehr erstrebenswert“, teilte Haas auf Nachfrage mit. Er sieht es als Neuauflage einer Idee, die bereits vor einigen Jahren aus Germering gekommen sei.

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Von einem erneuten Anlauf für eine Fachschule spricht auch Eichenaus Zweiter Bürgermeister Josef Spiess (CSU). Beim ersten Versuch sei das von München mit dem Hinweis blockiert worden, die Fachschule dort reiche für die Region aus.

Beispiel Dachau

Mittlerweile ist zum Beispiel in Dachau eine solche Fachschule eingerichtet worden. Sie nimmt zum Beginn des kommenden Schuljahres ihren Betrieb auf. Das Interesse daran ist groß. Wie die Dachauer Nachrichten im Juni meldeten, können zwei Einstiegsklassen zu je 32 Schülern gebildet werden. Für Albert Herbst, den für die weiterführenden Schulen zuständigen Sachgebietsleiter im Landratsamt Dachau, ein gutes Zeichen. „Wenn man ein Vor-Ort-Angebot schafft, kann man auch deutlich mehr junge Menschen gewinnen“, wird er in den Dachauer Nachrichten zitiert.

Ein gutes Argument für Germerings OB Haas. Gleichzeitig müsse man Dinge wie Bezahlung der Fachkräfte oder ortsnahen Wohnraum im Auge behalten, was von den Kommunen zu leisten sei. Jedem Plan müssten aber Gespräche mit dem Landratsamt vorausgehen. Die Kreisbehörde wäre der sogenannte Sachaufwandsträger. (Hans Kürzl)

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