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Feuerwehrautos helfen nun in der Ukraine

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Von: Hans Kürzl

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In und um Wischgorod werden diese Fahrzeuge künftig eingesetzt. Etliche Fahrer waren nötig, um sie die lange Strecke zu transportieren.
In und um Wischgorod werden diese Fahrzeuge künftig eingesetzt. Etliche Fahrer waren nötig, um sie die lange Strecke zu transportieren. © Hans Kürzl

Technische Hilfe jeglicher Art wird in der Ukraine dringend benötigt. So ist in und um die Eichenauer Partnerstadt Wischgorod alles willkommen, was dem Schutz und der Sicherheit der dortigen Bevölkerung dient.

Eichenau – Am vergangenen Samstag hat sich daher ein Hilfskonvoi der besonderen Art aufgemacht: Drei Feuerwehr-Fahrzeuge und ein Rettungswagen. Empfänger sind die Stadt Wischgorod, aber auch der Rayon. Das entspricht hierzulande einem Landkreis. Ausgangspunkt für die Aktion war der Verlust eines Löschfahrzeuges der Wehr von Nowi Petriwzi, einem Vorort von Wischgorod. Diese hatte im Mai ein Löschfahrzeug verloren, weil es auf eine russische Mine aufgefahren war.

Ab der kommenden Woche werden also im Norden der Ukraine zwei Tanklöschfahrzeuge (TLF) stehen. Sie sind mit einer Pumpe und einem Löschwasserbehälter versehen, der eine erste Brandbekämpfung ohne externe Wasserversorgung ermöglicht.

Auch ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W), das sich für kleinere Einsätze eignet, wird sich auf die Reise machen. Ebenso noch ein Rettungswagen, der vom Malteser Hilfsdienst gesponsert wurde.

„Es werden aber sechs Fahrzeuge sein, die zunächst bis zur polnisch-ukrainischen Grenze fahren“, erklärt Sepp Spiess, der zweite Bürgermeister Eichenaus und 30 Jahre lang Feuerwehrreferent. Er hatte mit der dritten Bürgermeisterin Rike Schiele und Partnerschaftsreferent Claus Guttenthaler den Transport der Fahrzeuge nun endgültig festgezurrt und auf die Reise geschickt.

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Zu den Einsatzfahrzeugen kommt ein Fahrzeug mit ukrainischem Personal sowie eines, das die deutschen Fahrer wieder zurückbringt. Die Strecke von Eichenau bis zur polnischen Grenze ist knapp 1200 Kilometer lang.

Möglich wurde die Hilfsleistung durch einen Förderantrag im Rahmen des Kleinprojektefonds der „Servicestelle Kommunen in der einen Welt“ (SKEW). Dieser ermöglicht Kommunen Einstiegshilfen in neue Maßnahmen und Partnerschaften der kommunalen Entwicklungspolitik. 45 000 Euro kamen also aus Fördergeldern, weitere 45 000 Euro brachten Spenden an den Freundeskreis Wischgorod.

Untergebracht waren die vier Fahrzeuge auf dem Grundstück der Schwiegermutter von Spiess. Nachfragen, warum sich denn so viele Feuerwehrautos auf dem Gelände befinden, hatte Spiess in den letzten Wochen stets launig kommentiert: „Wir probieren einen zweiten Standort für ein Feuerwehrhaus aus.“ (Hans Kürzl)

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