Der Mückenschwarm über dem Fußballplatz in Dießen ging zum Generalangriff über.

Eichenau

Fußballer nach Spiel mit über 460 Mückenstichen in die Klinik

  • Peter Loder
    VonPeter Loder
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 Seit 32 Jahren spielt Tobias Handelshauser Fußball in Eichenau. Bis auf die bei diesem Sport üblichen Verletzungen ist ihm nie etwas passiert. 

Eichenau – Doch nun verbrachte der mittlerweile 38-Jährige eine Nacht im Krankenhaus, weil er auf dem Fußballplatz attackiert wurde – nicht von der gegnerischen Elf, sondern von einem Mückenschwarm.

Als Spielertrainer der Eichenauer Ü32-Senioren hatte sich Handelshauser am Freitagabend auf den Weg zum Punktspiel nach Dießen gemacht. Bereits bei der Ankunft am Ammersee fielen ihm die vielen Mücken auf. „Wir waren schon froh, als wir nach dem Aufwärmen nochmal in die Kabine durften.“ Und als wenn er nicht nur die 1:3-Niederlage geahnt hätte, sagte Handelshauser zu seinem Team: „Heute lassen wir Blut in Dießen.“

Auch der Schiedsrichter blieb nicht verschont

Der Mückenschwarm über dem Fußballplatz in Dießen ging zum Generalangriff über.

Als die Mannschaft zurück auf dem Platz war, gingen die Mücken zum Generalangriff über. Schiedsrichter Hubert Jerouschek (Wielenbach) blieb davon ebenso wenig verschont wie die 22 Fußballer auf dem Feld. Zur Pause (1:0) waren alle schon mit Stichen übersät. Am schlimmsten aber sah Handelshauser aus. „Ich hatten Schwellungen im Gesicht, meine Lippen fühlten sich pelzig an.“ Trotzdem ging er nochmal zurück auf den Platz. Zehn Minuten bevor Jerouschek abpfeifen sollte, war für den Eichenauer AH-Kicker aber Schluss mit lustig. Die Mücken hatten ihn in die Knie gezwungen.

Bei 460 Stichen das Zählen aufgehört

Die Symptome waren so schlimm, dass sich Handelshauser direkt ins Krankenhaus nach Landsberg bringen ließ. „Dort hörten die Ärzte bei 460 Stichen auf zu zählen.“ Was der 38-Jährige außerdem in der Klinik erfuhr: Er reagiert allergisch auf Mückenstiche. „Natürlich wurde ich schon öfter gestochen. Aber bei dieser Masse ist offenbar das Ende der Fahnenstange erreicht.“ Die Ärzte behielten ihn sicherheitshalber zur Beobachtung eine Nacht da. Am nächsten Morgen waren die Schwellungen etwas abgeklungen – und Handelshauser bereits wieder so umtriebig, dass er direkt vom Krankenhaus zum Relegationsspiel seiner Kreisliga-Elf nach Issing fuhr. Dort stachen die sportlichen Trümpfe. Mit dem verhinderten Nichtabstieg gab es ein doppeltes Happy End für Handelshauser. 

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